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Technologiepark Adlershof zeigt Wachstum trotz Herausforderungen

Der Technologiepark Adlershof verzeichnete 2025 ein Umsatzwachstum von 5 % auf über 4,2 Mrd. Euro und eine Zunahme der Beschäftigten auf rund 29.600, trotz eines Anschlags, der einen Stromausfall verursachte. Unternehmen zeigen sich resilient und planen verstärkte Maßnahmen zur Krisenvorsorge und…

Technologiepark Adlershof zeigt Wachstum trotz Herausforderungen
George Frewat auf Pexels

Der Wissenschafts- und Technologiepark Berlin Adlershof verzeichnet auch für das Jahr 2025 eine positive Entwicklung, trotz anhaltender wirtschaftlicher Schwierigkeiten. Die Umsätze und Haushaltsmittel stiegen um etwa 5 % auf über 4,2 Mrd. Euro im Vergleich zu 4,0 Mrd. Euro im Jahr 2024. Auch die Anzahl der Beschäftigten wuchs um 500 auf rund 29.600 Personen. Besonders bemerkenswert ist die Wachstumsdynamik bei den ansässigen Unternehmen und Forschungseinrichtungen, während die Zahl der Studierenden mit etwa 6.200 stagnierte.

Die Fördermittel der in Adlershof ansässigen Einrichtungen der Humboldt-Universität zu Berlin beliefen sich auf 38 Mio. Euro, während die Grundfinanzierung 86 Mio. Euro betrug. Die Haushaltsmittel der außeruniversitären Institute lagen bei 356 Mio. Euro. Das Drittmittelvolumen stieg um über 27 % auf 103 Mio. Euro, was auf eine positive Entwicklung im wissenschaftlichen Sektor hinweist. Insgesamt waren in den wissenschaftlichen Einrichtungen etwa 4.200 Personen beschäftigt.

Für das Jahr 2026 gehen nur 11 % der Unternehmen im Technologiepark von einem Umsatzrückgang aus. Rund 39 % erwarten einen Anstieg, während etwa 50 % mit stabilen Umsätzen rechnen.

Resilienz der Unternehmen im Fokus

Der Technologiepark Adlershof sieht sich seit einigen Jahren mit Krisen, geopolitischen Konflikten und globalen Umbrüchen konfrontiert. Dennoch hat sich der Standort als bemerkenswert widerstandsfähig erwiesen. Weder die Corona-Pandemie noch die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Konflikts konnten die Entwicklung nachhaltig bremsen. Im Jahr 2025 kam es jedoch zu einer weiteren Herausforderung: Ein dreitägiger Stromausfall im September, verursacht durch einen Anschlag auf die Strominfrastruktur im Südosten Berlins, stellte die Unternehmen und Institute vor akute operative Probleme.

Der Stromausfall führte bei vielen Unternehmen zu einem Umdenken in der Krisenvorsorge. Nur 2 % der Unternehmen ziehen in Betracht, ihren Standort zu verlagern. Bei der Befragung zu Risiken und Krisenszenarien nannten die meisten Befragten Anschläge auf die Infrastruktur (31 %) und Probleme bei der Energieverfügbarkeit (42 %) als relevante Risiken. Cyberangriffe wurden von 16 % der Einrichtungen als Krisenszenario identifiziert, während Naturkatastrophen und Extremwetterereignisse nur eine untergeordnete Rolle spielten (11 %).

Technologische Unabhängigkeit und Sicherheit

Um die Sicherheit und technologische Unabhängigkeit Deutschlands zu gewährleisten, befürworten etwa 73 % der Adlershofer Einrichtungen ein verstärktes Engagement deutscher Technologieunternehmen in der Entwicklung von Technologien zur Sicherung kritischer Infrastrukturen. Lediglich 7 % lehnen solche Anstrengungen ab.

Roland Sillmann, Geschäftsführer der WISTA Management GmbH, hebt hervor, dass die wirtschaftliche Resilienz des Technologieparks lange im Vordergrund stand. Die jüngsten Ereignisse zeigen jedoch, dass auch die Widerstandsfähigkeit der lokalen Infrastruktur entscheidend ist. Diese Faktoren beeinflussen die Handlungsfähigkeit und den wirtschaftlichen Erfolg des Standorts. Gleichzeitig wird deutlich, dass die wissenschaftlichen Einrichtungen in Adlershof weiterhin expandieren und die Kooperation mit Unternehmen in Bereichen wie Photonik, neue Materialien, Luft- und Raumfahrt, Künstliche Intelligenz und Energie an Bedeutung gewinnt. Zudem belegen die aktuellen Zahlen, dass die polizeiliche Kriminalstatistik zeigt, dass Berlin so sicher wie seit 10 Jahren ist.

Politische Unterstützung für den Standort

Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, betont die Rolle des Technologieparks Adlershof als wichtigen Innovations- und Wachstumstreiber in Deutschland. Sie sieht den Standort als zentralen Baustein für die wirtschaftliche Zukunft Berlins und strebt an, Berlin zum führenden Innovationsstandort in Europa zu entwickeln. Der gezielte Anschlag auf die Stromversorgung hat die Bedeutung des Schutzes kritischer Infrastrukturen verdeutlicht. Daher arbeiten die Senatsverwaltung, die WISTA und die ansässigen Unternehmen daran, den Standort weiter zu stärken und krisenfest zu gestalten.

Prof. Dr.-Ing. Patrick Scheele, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Ferdinand-Braun-Instituts, hebt die Vielfalt der am Standort vertretenen forschenden Einrichtungen und Unternehmen hervor. Diese reichen von Großforschungseinrichtungen bis zu Start-ups und decken ein breites Spektrum ab. Die enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen ist entscheidend für innovative technologische Entwicklungen, die den Herausforderungen der Gegenwart begegnen können.

Über den Technologiepark Adlershof

Der Technologiepark Adlershof im Südosten Berlins ist der größte seiner Art in Deutschland und beherbergt rund 1.300 Unternehmen. Er gilt als eine der besten Adressen für Hochtechnologie, sowohl national als auch international. Die ansässigen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen konzentrieren sich auf Bereiche wie Photonik, Erneuerbare Energien, Mikrosysteme, Informationstechnik und Biotechnologie. Die WISTA Management GmbH unterstützt technologieorientierte Unternehmen und Einrichtungen dabei, innovative Lösungen für die großen Herausforderungen der Zeit zu entwickeln.

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Bildquelle: George Frewat auf Pexels

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