Zum 35. Jahrestag der Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Warschau fand die Konferenz „Berlin–Warschau: Stärkung des europäischen Innovationskorridors“ in der polnischen Botschaft in Berlin statt. Diese Veranstaltung, die am 16. März 2026 stattfand, setzte wichtige Impulse für die wirtschaftliche Zukunft beider Städte. Die Eröffnung wurde von Jan Tombiński, dem Geschäftsträger a.i. der Republik Polen in Deutschland, sowie von Bürgermeisterin und Senatorin Franziska Giffey vorgenommen. Rund 140 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und der Kreativbranche erörterten Themen wie Startup-Ökosysteme, Verteidigung und Sicherheit sowie die Kultur- und Kreativwirtschaft. Der gemeinsame Innovationskorridor wird somit als Brücke für Wachstum und Kreativität in Europa weiter gefestigt.
In seiner Eröffnungsrede betonte Jan Tombiński:
„Wenn wir über das Thema dieser Konferenz nachdenken, sollten wir das Warschau-Berliner-Tal stärker in den Blick nehmen – eine Region, die für beide Länder dynamisches Wachstum ermöglichen kann. Beide Städte sollten risikobereite Unternehmerinnen und Unternehmer gezielt unterstützen, denn ohne die Bereitschaft, Risiken einzugehen, gibt es keinen Erfolg. Um diese gemeinsame Vision zu verwirklichen, braucht es zudem eine engere Vernetzung zwischen den östlichen Regionen Deutschlands, Polens und der Tschechischen Republik – auf einem vergleichbaren Niveau wie die Infrastrukturverbindungen, die Deutschland bereits mit seinen westlichen Partnern aufgebaut hat.“
Franziska Giffey, Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, ergänzte:
„Polen ist heute einer der wichtigsten Partner der Berliner Wirtschaft. Das zeigen die nochmals gestiegenen Exportzahlen von Berlin in unser Nachbarland. Auch bei den Importen spielt Polen als zweitwichtigstes Lieferland eine zentrale Rolle für Berliner Unternehmen. Wir setzen in der Partnerschaft neben den etablierten Branchen nun auch auf innovative Lösungen in den Bereichen Cybersecurity, zivile Sicherheit und DefenceTech. Davon profitieren Unternehmen, Startups und Forschung auf beiden Seiten. In diesen Zeiten ist es entscheidend, dass unsere Hauptstädte noch enger zusammenrücken. Gemeinsam können wir Treiber für Wachstum und Sicherheit in Europa sein.“
Fokus auf Zukunftsthemen
Die Fachpanels der Konferenz konzentrierten sich auf die Zukunftsthemen des Innovationskorridors. Berlin und Warschau beabsichtigen, ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit mit einem besonderen Augenmerk auf urbane Resilienz, Cybersicherheit und den Schutz kritischer Infrastrukturen weiter auszubauen. Dazu gehören die gemeinsame Mobilisierung von EU-Fördermitteln für grenzüberschreitende Smart-City-, Energie- und Deep-Tech-Projekte sowie neue Pilotkooperationen und Delegationsreisen zur engeren Vernetzung der Startup-Szenen.
Wachsende wirtschaftliche Bedeutung Polens
Die Konferenz verdeutlichte die zunehmende Relevanz Polens für den Wirtschaftsstandort Berlin. Im Jahr 2025 stiegen die Exporte nach Polen um 13,4 Prozent auf etwa 1.413 Millionen Euro, wodurch Polen zum drittwichtigsten Exportmarkt der Hauptstadt avancierte, hinter den USA (1.498 Millionen Euro) und Frankreich (1.475 Millionen Euro). Auf der Importseite belegt Polen mit 3.362 Millionen Euro den zweiten Platz unter den wichtigsten Lieferländern Berlins und ist somit ein zentraler Produktions- und Zulieferstandort für Berliner Unternehmen. Besonders dynamisch entwickelt sich der Handel mit Nahrungs- und Futtermitteln, Kraftfahrzeugen und -teilen, elektrischen Ausrüstungen sowie pharmazeutischen Erzeugnissen.
Diese Pressemitteilung steht auch als PDF zum Download zur Verfügung.
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