Tallinn – Alarmstimmung auf dem Territorium der NATO! Laut dem estnischen Inlandgeheimdienst hat am Mittwoch eine russische Drohne ein Kraftwerk angegriffen. Die Drohne habe „den Schornstein des Kraftwerks Auvere“ getroffen, berichteten die Behörden. Demnach sei die Drohne „aus dem russischen Luftraum in den estnischen Luftraum eingedrungen“. Verletzt wurde dabei niemand.
Im Kontext des seit über vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind im Luftraum europäischer NATO-Staaten immer wieder Drohnen gesichtet worden, insbesondere in der Nähe von Flughäfen und militärischen Einrichtungen, auch in Deutschland. Kreml drosselt mobiles Internet – Millionen Nutzer betroffen.
Russische Drohnen und Militärflugzeuge haben zudem mehrfach den Luftraum von Polen, den baltischen Staaten und Rumänien verletzt. Die Grenze zwischen Russland und Estland erstreckt sich über fast 300 Kilometer und bildet einen Teil der NATO-Außengrenze.
Vorfall mit russischem Kampfjet
Erst vor wenigen Tagen hat ein Kampfjet des Typs Sukhoi Su-30 den estnischen Luftraum verletzt. Am 18. März war der Jet nahe der Ostsee-Insel Vaindloo unerlaubt für etwa eine Minute in den Luftraum eingedrungen, wie die estnische Armee in Tallinn mitteilte.
Auf diesen Vorfall reagierte eine Einheit der italienischen Luftwaffe. Außenminister Margus Tsahkna erklärte anschließend: „Es bestand keine Bedrohung für die Sicherheit Estlands.“ Dennoch bestellte das Außenministerium aufgrund des Vorfalls den Geschäftsträger der russischen Botschaft ein und übergab eine Protestnote.
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