Die Kanarischen Inseln stehen vor einem möglichen Jahrhundertsturm, der durch das aufziehende Sturmtief „Therese“ verursacht wird. Die Behörden haben umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.
Am Donnerstagnachmittag werden auf den Inseln Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro alle Schulen und Kindergärten geschlossen. Am Freitag bleiben die Bildungseinrichtungen auf allen acht Kanaren-Inseln geschlossen. Die Behörden empfehlen, wenn möglich, von zu Hause aus zu arbeiten, um die Risiken zu minimieren.
Der nationale Wetterdienst Aemet hat eine „besondere Warnung“ herausgegeben, da starke Westwinde drohen, die Äste und ganze Bäume abbrechen könnten. Dies könnte zu erheblichen Schäden an Gebäuden und der Infrastruktur führen.
Erwartete Regenmengen und Sturmwarnungen
Jörg Kachelmann, ein renommierter Wetterexperte, prognostiziert, dass in Teilen von La Palma und Teneriffa Niederschlagsmengen erwartet werden, die den jährlichen Durchschnitt überschreiten könnten. Laut Aemet sind mehr als 300 Liter Regen pro Quadratmeter zu erwarten, wobei einige Modelle sogar von extremen Werten von bis zu 500 Litern sprechen.
„Bitte von Freitag bis Sonntag auf allen südwestlichen Inseln der Kanaren an einem sicheren Ort sein, besonders im Westen von La Palma sowie im Süden von Teneriffa und Gran Canaria“, mahnte Kachelmann.
Gefahren durch Unwetter
Der Wetterdienst Aemet warnt zudem vor Sturzfluten in Schluchten, Erdrutschen und lokalen Überschwemmungen in tiefer gelegenen Gebieten. Straßen und andere Verkehrswege könnten betroffen sein.
An den Küsten wird schwerer Seegang mit Wellen von bis zu fünf Metern Höhe erwartet. In Höhenlagen über 1.800 Metern könnte es zu Schneefällen kommen, wobei Aemet für die Gipfel von La Palma und Teneriffa „erhebliche Schneemengen“ vorhersagt.
Am Freitag wird das Frontensystem voraussichtlich vollständig von West nach Ost über die Inseln ziehen und Niederschläge bis zu den östlichen Inseln bringen. Das Wettergeschehen wird sich über das gesamte Wochenende fortsetzen.
Flug- und Fährverbindungen betroffen
Bereits jetzt wurden mehrere Flüge, insbesondere zu den westlichsten Inseln La Palma und El Hierro, umgeleitet. Es wird erwartet, dass mit zunehmendem Sturm weitere Flüge ausfallen und Fähren zwischen den Inseln in den Häfen bleiben müssen.
Im vergangenen März kam es ebenfalls zu heftigen Unwettern auf den Kanaren, bei denen der starke Regen in den engen Straßen und Schluchten nicht abfließen konnte. Dies führte dazu, dass mehrere Wege in reißende Schlammflüsse verwandelt wurden und Autos fortgespült wurden. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich auch in Alsfeld, wo ein Magen-Darm-Ausbruch einen Großeinsatz in einem Hotel auslöste.
Die Situation erinnert auch an die Herausforderungen, die viele Menschen in der aktuellen Krankenkassenlage erleben, wo mehr Rentner und Teilzeitkräfte die Beiträge steigen lassen.
Und während einige Fans von Fußballmannschaften wie dem FC Barcelona auf die 3. Liga statt Champions-League ausweichen müssen, bleibt die Sicherheit der Bevölkerung in Krisenzeiten immer an erster Stelle.
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