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Niedrigwasser der Donau enthüllt Überreste deutscher Soldaten und Motorrad aus dem Zweiten Weltkrieg

In Budapest bringt der Niedrigwasserstand der Donau eine bemerkenswerte Entdeckung ans Licht: Überreste zweier deutscher Soldaten und ein Wehrmachtsmotorrad aus dem Zweiten Weltkrieg. Die gut erhaltenen Erkennungsmarken bieten Aufschluss über die Identität der Männer, deren sterbliche Überreste b…

Niedrigwasser der Donau enthüllt Überreste deutscher Soldaten und Motorrad aus dem Zweiten Weltkrieg
Tamás Endre Farkas auf Pexels

Die Entdeckung der Überreste zweier deutscher Soldaten und eines fast unversehrten Wehrmachtsmotorrads hat in Budapest für Aufsehen gesorgt. Diese Funde, die mehr als 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ans Licht kamen, traten am Batthyány-Platz, gegenüber dem ungarischen Parlamentsgebäude, zutage. Passanten bemerkten zunächst lediglich die Gabel eines Motorrads, die aus dem Schlamm des Flusses herausragte, was die Experten des ungarischen Militärhistorischen Instituts alarmierte.

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Bei der näheren Untersuchung des Fundortes stießen die Fachleute auf eine gut erhaltene Militärmaschine, die als DKW NZ 350-1 identifiziert werden konnte. Dieses Modell wurde ab 1944 genutzt und gilt als besonders robust. Der Schlamm der Donau hat das Motorrad in einem bemerkenswerten Zustand bewahrt.

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich jedoch als herausfordernd. Im Umfeld des Motorrads fanden die Spezialisten zahlreiche explosive Überreste aus dem Zweiten Weltkrieg, darunter Panzerabwehrminen, Handgranaten und Fragmente von Artilleriegranaten. Um die Gefahren zu beseitigen, mussten Kampfmittelräumer mehrfach anrücken, was zeitweise zur Sperrung einer Uferstraße führte. Erst nachdem die gefährlichen Sprengkörper entfernt worden waren, konnte mit der eigentlichen Bergung der menschlichen Überreste begonnen werden.

Unterhalb des Motorrads entdeckten die Experten menschliche Überreste, die später als die von zwei deutschen Soldaten aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs identifiziert wurden. Die genaue Identität dieser Soldaten steht jedoch noch nicht fest.

Ein ungarischer Partner des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist für die Bergung der Toten verantwortlich. Besonders wertvoll für die Identifizierung sind die überraschend gut erhaltenen Erkennungsmarken der Soldaten. Der Hafenschlamm, der an dieser Stelle mit Gasöl vermischt war, hat die Metallplatten so gut konserviert, dass die darauf befindlichen Zahlen und Buchstaben lesbar sind. Arne Schrader, Leiter der Abteilung Kriegsgräberdienst und Internationale Beziehungen beim Volksbund, äußerte, dass nun eine umfassende Untersuchung der Erkennungsmarken sowie der Gefechtstagebücher erfolgen wird, um die Identität der beiden Soldaten zu klären.

Es ist besonders bemerkenswert, dass beide Erkennungsmarken vollständig erhalten sind. Normalerweise wurde im Todesfall eine Hälfte beim gefallenen Soldaten belassen, während die andere Hälfte an die Wehrmachtsauskunftstelle in Berlin geschickt wurde, um die Angehörigen zu informieren. Die vollständigen Marken könnten darauf hindeuten, dass die Männer möglicherweise nie offiziell als gefallene Soldaten registriert wurden. Budapest war Anfang 1945 Schauplatz heftiger Kämpfe zwischen der Roten Armee und der Wehrmacht.

Nach Abschluss der Untersuchungen sollen die sterblichen Überreste auf der deutschen Kriegsgräberstätte in Budaörs, in der Nähe von Budapest, beigesetzt werden. Dort ruhen bereits zahlreiche deutsche und ungarische Kriegstote aus dem Zweiten Weltkrieg.


Quellen: Bild, n-tv

Bildquelle: Tamás Endre Farkas auf Pexels

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

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