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Setzte Partnerin unter Druck: Schwede soll seine Frau zu Sex mit 120 Männern gezwungen haben

Ein 62-jähriger Schwede steht vor Gericht, weil er seine drogenabhängige Frau unter Druck gesetzt haben soll, mit 120 Männern Sex zu haben. Der Prozess offenbart zudem Vorwürfe der Vergewaltigung und Körperverletzung gegen ihn selbst.

Setzte Partnerin unter Druck: Schwede soll seine Frau zu Sex mit 120 Männern gezwungen haben
Calle Eklund/V-wolf via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

In Nordschweden steht ein Mann unter Anklage, der seine drogenabhängige Ehefrau dazu gezwungen haben soll, mit mehr als 120 Männern sexuelle Handlungen vorzunehmen. Der Prozess gegen den 62-Jährigen beginnt voraussichtlich am 13. April. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm schwere Zuhälterei sowie mehrere Fälle von Vergewaltigung und Körperverletzung vor.

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Der Verdächtige wurde Ende Oktober festgenommen, nachdem seine Frau ihn bei der Polizei angezeigt hatte. Seitdem befindet er sich in Untersuchungshaft und bestreitet die Vorwürfe vehement.

Nach Angaben der Anklage hat der Mann seine Frau über einen Zeitraum von drei Jahren unter Druck gesetzt, um sich finanziell an den sexuellen Dienstleistungen zu bereichern. Er soll die Treffen mit den Kunden organisiert und überwacht haben, während er seine Frau mit Gewalt und Drohungen zur Prostitution zwang. Die Frau, die unter Drogenabhängigkeit leidet, hatte Angst vor ihrem Ehemann, was die Situation weiter verschärfte.

Identifizierung der Kunden und weitere Anklagen

Die Staatsanwältin Ida Annerstedt berichtete, dass bis Februar 120 Männer identifiziert wurden, die verdächtigt werden, sexuelle Dienstleistungen von der Frau in Anspruch genommen zu haben. Die Straftaten sollen sich zwischen dem 11. August 2022 und dem 21. Oktober 2025 ereignet haben.

Zusätzlich zur Anklage wegen schwerer Zuhälterei wird dem Mann auch vorgeworfen, selbst in acht Fällen Vergewaltigungen begangen zu haben, darunter eine durch einen anderen Mann. Darüber hinaus wird er wegen versuchter Vergewaltigung in vier Fällen sowie Körperverletzung in vier weiteren Fällen angeklagt.

Rechtsvertretung und Hintergründe

Die Anwältin der Frau, Silvia Ingolfsdottir, erklärte, dass ihre Mandantin „schwere und besonders schwere Straftaten“ erlitten habe und nun auf Gerechtigkeit hoffe. Berichten zufolge gehörte der Angeklagte früher der Rockergruppe Hells Angels an.

Der Fall hat in Schweden für Aufsehen gesorgt und wirft ein Schlaglicht auf die Problematik der Zwangsprostitution und den Missbrauch von Frauen in abhängigen Verhältnissen. Der Prozess wird mit Spannung erwartet, da er möglicherweise weitreichende Konsequenzen für die rechtliche Handhabung solcher Fälle haben könnte. In ähnlichen Fällen, wie dem Vorfall in Dänemark, wird deutlich, wie ernst diese Themen genommen werden müssen. Auch in Österreich gab es kürzlich einen Vorfall, bei dem ein deutscher Tourist Tumulte auslöste.

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Bildquelle: Calle Eklund/V-wolf via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

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