Ein Berliner Getränke-Start-up sieht sich nach dem Einstieg von Bill Kaulitz mit massiven Anfeindungen konfrontiert. Lupo Porschen, der Gründer der Aperitif-Marke Glitter Spritz, hat auf LinkedIn die Erfahrungen seines Unternehmens seit der Beteiligung des Tokio-Hotel-Sängers geteilt.
Nach Angaben von Porschen hat das Unternehmen in den letzten Wochen wiederholt von Händlern gehört, dass sie Kaulitz nicht in ihren Geschäften haben möchten. Diese Äußerungen seien nicht als sachliche Kritik am Produkt zu verstehen, sondern als persönliche Angriffe. Porschen äußert, dass es enttäuschend sei, im Jahr 2026 noch solche Gespräche führen zu müssen. Er betont, dass diese Haltung Menschen ausschließe und Sichtbarkeit verhindere.
Widersprüchliche Erfahrungen im Handel
Porschen beschreibt, dass die Anfeindungen auch geschäftliche Konsequenzen haben. In einigen Fällen entscheiden nicht die Qualität oder die Nachfrage über die Aufnahme des Produkts in die Regale, sondern die vorherrschenden Ressentiments. Er schildert zwei gegensätzliche Erfahrungen: Auf der einen Seite gibt es Händler, die begeistert von der Zusammenarbeit sind, während auf der anderen Seite offener Hass zu spüren ist. Porschen stellt fest, dass seit dem Einstieg von Kaulitz zwei völlig unterschiedliche Realitäten existieren.
Er räumt ein, dass die Reaktionen ihn und sein Team überrascht haben. In der Berliner Start-up-Szene sei Offenheit oft der Standard, jedoch zeige die Realität außerhalb dieser Blase ein anderes Bild. Trotz der negativen Erfahrungen sieht Porschen keinen Grund zur Vorsicht, sondern fühlt sich entschlossener.
Hintergrundinformationen zur Marke
Bill Kaulitz ist seit Anfang März offiziell Mitgründer und Gesellschafter der Glitter Spritz GmbH in Berlin. Er ist nicht nur ein klassisches Testimonial, sondern bringt sich aktiv in die Unternehmensführung ein. Der Sänger steht seit über zwei Jahrzehnten für kreative Freiheit und Individualität, Werte, die auch die Marke Glitter Spritz prägen.
Glitter Spritz wurde aus der Berliner Getränkemanufaktur Craft Circus ausgegründet, die Porschen und Basti Fischer 2014 ohne externe Investoren gegründet haben. Laut NielsenIQ-Daten gehört die Marke zu den am schnellsten wachsenden im deutschen Aperitif-Segment und belegte im Jahr 2025 den zweiten Platz der absatzstärksten alkoholfreien Aperitifs im deutschen Lebensmitteleinzelhandel, in einem insgesamt rückläufigen Markt. Zudem gibt es Berichte, dass ein Berliner Jugendklub soll Vergewaltigung vertuscht haben.
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Bildquelle: ai-generated-gemini