Am Freitagabend wurde im Deutschen Historischen Museum das 111-jährige Bestehen des Berliner Dauerwaldvertrags gefeiert. Dieser Vertrag, der am 27. März 1915 zwischen dem damaligen Zweckverband Groß-Berlin und dem preußischen Staat geschlossen wurde, sichert den Erhalt von rund 10.000 Hektar Wald und stellt diese Flächen der Bevölkerung zur Erholung zur Verfügung. Damit wurde der Grundstein für die umfangreichen Waldgebiete in der Hauptstadt gelegt.
Im Rahmen des Festakts, der Teil des Deutschen Naturschutztages war, präsentierten die Berliner Forsten zusammen mit der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt neue Waldentwicklungsgrundsätze sowie die langfristige Waldvision 2065. Diese Konzepte sind das Ergebnis eines umfassenden Evaluationsprozesses, der 2024 von der Forstverwaltung initiiert wurde.
Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, betonte: „Der Wald der Stadt Berlin umfasst inzwischen mehr als 28.000 Hektar. Fast ein Fünftel der Stadtfläche ist bewaldet. Er prägt das Landschaftsbild der Metropole, bietet Raum für Erholung und Naturerfahrung und ist zugleich ein bedeutender Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Gerade angesichts der Klimakrise gewinnt der Wald weiter an Bedeutung. Ich danke den Berliner Forsten für ihr großartiges Engagement – gemeinsam wappnen wir unsere Wälder für die Herausforderungen der Zukunft.“
Angesichts der zunehmenden Herausforderungen durch Trockenheit, Hitze und extreme Wetterereignisse haben die Berliner Forsten ihre Strategien für eine klimaresiliente und multifunktionale Waldentwicklung überarbeitet. Die neuen Waldentwicklungsgrundsätze und die Waldvision 2065 zielen darauf ab, die Berliner Wälder vorausschauend und nachhaltig zu gestalten. Dies beinhaltet den Übergang zu mehr Mischwäldern, eine erhöhte Strukturvielfalt, natürliche Verjüngung auf großen Flächen sowie die Förderung von Biotopbäumen und Totholz als Lebensraum.
Die Waldvision 2065 beschreibt ein langfristiges Zukunftsbild für den Berliner Wald: einen vielfältigen, klimaangepassten Dauerwald, der auch für zukünftige Generationen als Erholungsraum und Lebensraum für verschiedene Arten dient und ein zentraler Bestandteil der grünen Infrastruktur der Metropole bleibt. Berlin verneigt sich vor Herbert Sukopp
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