Am Großen Stern in Berlin versammelten sich am Samstag etwa 600 Personen zu einer Demonstration, die von dem Sänger Xavier Naidoo unterstützt wurde. Die Veranstaltung hatte den Titel „Transparenz, Rechtsstaat und Schutz von Minderjährigen – Aufklärung im Kontext möglicher deutscher Bezüge im internationalen Epstein-Komplex“. Parallel dazu protestierten zwischen 200 und 300 Gegendemonstranten, wie ein Polizeisprecher mitteilte.
Naidoo trat bei der Kundgebung auf und begann mit einem seiner bekannten Lieder. In seiner Rede äußerte er sich vage über „Menschen, die furchtbare Dinge tun“ und sprach über weit verbreiteten Kindesmissbrauch. Er berichtete, dass er selbst in seiner Kindheit ein solches Erlebnis hatte und betonte, dass „der Abgrund in Deutschland genauso tief“ sei.
Bereits im Februar hatte Naidoo bei einer früheren Demonstration in Berlin von „Menschenfressern“ gesprochen und behauptet, „die fressen unsere Babys“. Experten haben solche Äußerungen als antisemitische Andeutungen eingeordnet, da die Vorstellung, Juden würden Kinder aus rituellen Gründen töten, seit Jahrhunderten Teil von Verschwörungserzählungen ist. Auf eine Anfrage reagierte Naidoos Management nicht.
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