In der Sitzung des Senats am 24. März 2026 wurde die „Berliner Landesstrategie für queere Sicherheit und gegen Queerfeindlichkeit“ beschlossen. Dies geschah auf Initiative der Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, Cansel Kızıltepe. Mit diesem Beschluss wird ein bedeutender Schritt zur Umsetzung der Regierungsrichtlinien 2023-2026 für die Stadt Berlin vollzogen.
Die Strategie basiert auf den Empfehlungen des Runden Tisches, der sich mit dem Schutz vor queerfeindlicher Hasskriminalität beschäftigt. Dieses Gremium übergab im August 2025 seine Vorschläge an die zuständige Senatsverwaltung für Vielfalt und Antidiskriminierung. Seit der Gründung des Runden Tisches im Frühjahr 2024, unter der Leitung von Alfonso Pantisano, haben über 400 Personen an verschiedenen Workshops und einer Konferenz teilgenommen. Diese Beteiligung führte zur Entwicklung konkreter Empfehlungen, die nun als Grundlage für die Entscheidungen des Senats dienen.
Eine derartige Landesstrategie existiert bislang weder auf Bundes- noch auf Landesebene in Deutschland.
Senatorin Cansel Kızıltepe erklärte, dass mit diesem Beschluss ein klares Zeichen gesetzt wird. Die Strategie verankert den Schutz und die Sicherheit queerer Menschen in Berlin langfristig. Damit wird die Vielfalt der Stadt gestärkt, und es soll ein spürbar sicherer Lebensraum für lesbische, schwule, bisexuelle, trans-, intergeschlechtliche und queere Menschen geschaffen werden. Laut der polizeilichen Kriminalstatistik ist Berlin so sicher wie seit 10 Jahren.
Alfonso Pantisano, Ansprechperson für Queeres Berlin, betonte, dass die Strategie die Rechte und den Alltag queerer Menschen gezielt schützen soll. Er hob hervor, dass Berlin als erstes Bundesland die Sicherheit queeren Lebens als politische Priorität betrachtet. Dies betrifft verschiedene Bereiche wie Schulen, den öffentlichen Nahverkehr, Gesundheit und Pflege sowie die queeren Communitys. Ziel ist es, dass alle Menschen in Berlin frei und sicher leben können, wofür Verantwortung in allen politischen Handlungsfeldern übernommen wird.
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Bildquelle: George Frewat auf Pexels