Am Freitag, dem 20. März 2026, fand im Roten Rathaus eine Sitzung des Bündnisses für Ausbildung statt. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, äußerte sich nach der Zusammenkunft zu den Herausforderungen, die das Bündnis derzeit prägen.
Wegner betonte, dass die Diskussion um die Ausbildungsplatzabgabe bei zahlreichen Unternehmen und Verbänden auf erhebliches Unverständnis gestoßen sei. Er stellte klar, dass die Berliner Wirtschaft nicht als Problem betrachtet werden sollte, sondern vielmehr als Teil der Lösung. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen seien die Unternehmen bereit, zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen, was vielen jungen Menschen konkrete Perspektiven für ihre berufliche Zukunft eröffne. Die gestiegene Zahl an abgeschlossenen Ausbildungsverträgen belege den Erfolg dieses Engagements.
Der Bürgermeister hob hervor, dass 1.344 neue Verträge ein bedeutender Erfolg seien und die Berliner Wirtschaft einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet habe. Er zeigte sich dankbar für das Engagement der Unternehmen und wies darauf hin, dass Berlin zusammen mit Thüringen das einzige Bundesland mit einem positiven Saldo sei.
Wegner betonte die Notwendigkeit, den eingeschlagenen Weg gemeinsam fortzusetzen, um das Vertrauen nicht zu gefährden. Ausbildung könne nur in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft gelingen. Gemeinsam sollten die Themen Arbeitsbedingungen für Auszubildende, Wohnmöglichkeiten sowie Berufsorientierung und verpflichtende Praktika gestärkt und ausgebaut werden.
Das Ziel bleibe, mehr junge Menschen in Ausbildung zu bringen und ihnen gute Zukunftschancen zu bieten. Sobald die Zielmarke von 2.000 zusätzlichen Ausbildungsverträgen erreicht sei, werde die Ausbildungsplatzabgabe entfallen. Wegner zeigte sich optimistisch, dass Berlin dies aus eigener Kraft erreichen könne und betonte, dass die bisherigen Entwicklungen vielversprechend seien.
Bildquelle: Dr. Frank Gaeth via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)