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Berliner Frauen fordern Gesetzesänderungen nach Vorwürfen gegen Fernandes

Hunderte Berlinerinnen solidarisieren sich mit Collien Fernandes und fordern strengere Gesetze gegen digitale und männliche Gewalt, einschließlich der Strafbarkeit von sexualisierten Deepfakes und der Einführung eines digitalen Gewaltschutzgesetzes.

Berliner Frauen fordern Gesetzesänderungen nach Vorwürfen gegen Fernandes
KI-generiert

Nach den Vorwürfen gegen die Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes solidarisieren sich zahlreiche Frauen in Berlin mit ihr und setzen sich für strengere Gesetze gegen digitale und männliche Gewalt ein.

Über 250 Frauen aus verschiedenen Bereichen, darunter Politik, Wirtschaft und Kultur, haben sich in einer Solidaritätsinitiative zusammengeschlossen, um auf die Problematik männlicher und digitaler Gewalt aufmerksam zu machen. Diese Initiative umfasst auch viele Berlinerinnen, die nach den Vorwürfen von sexualisierter Gewalt gegen Fernandes Gesetzeslücken schließen möchten.

Die Aktivistin Kristina Lunz hat zusammen mit ihren Mitstreiterinnen, der Politikerin Ricarda Lang und der Journalistin Düzen Tekkal, auf Instagram eine Liste von Unterstützerinnen veröffentlicht, die mit zehn Forderungen an die Regierung verbunden ist.

In einem Posting erklärten sie: „Als wir von der Gewalt erfahren haben, die Collien Fernandes vergangene Woche öffentlich gemacht hat, war uns klar: Wir müssen etwas tun. Um unsere Solidarität zu zeigen und dazu beizutragen, dass sich in Deutschland ordentlich etwas ändert.“

Forderungen an die Regierung

Die Initiative fordert konkrete Maßnahmen, um die Straflosigkeit männlicher Gewalt zu beenden. Dazu gehört die Strafbarkeit der Herstellung und Verbreitung sexualisierter Deepfakes sowie ein Verbot von Nudify-Apps und Face-Swap-Anwendungen. Die Initiatoren betonen, dass die Straflosigkeit digitaler Gewalt ein Ende haben muss und dass Personen, die andere entwürdigend darstellen, nicht ungestraft bleiben dürfen.

Ein zentraler Punkt der Forderungen ist die Einführung eines digitalen Gewaltschutzgesetzes, das eine schnelle Löschung von Inhalten, Auskunftspflichten für Plattformen und Schadensersatzansprüche für Betroffene vorsieht. Zudem soll das Prinzip „Ja heißt Ja“ im Sexualstrafrecht verankert werden, begleitet von einer bundesweiten Gesamtstrategie zur Bekämpfung männlicher Gewalt.

Die Initiative fordert außerdem spezialisierte Gerichte, Polizei- und Schutzstrukturen, einheitliche Monitoring-Mechanismen, klare Regulierungspflichten für Plattformen, die Einführung eines Straftatbestands „Femizid“ sowie Maßnahmen gegen voyeuristische Aufnahmen.

Unterstützung durch prominente Berlinerinnen

Die Initiative erhält Unterstützung von zahlreichen prominenten Frauen aus Berlin, die namentlich in dem Instagram-Post erwähnt werden. Dazu zählen unter anderem die Politikerinnen Franziska Giffey und Katja Kipping, die Klimaaktivistin Luisa Neubauer, die Autorin und Unternehmerin Kristina Lunz sowie die Moderatorinnen Anja Reschke und Mareile Höppner.

Am vergangenen Wochenende fand in der Hauptstadt eine Demonstration gegen sexualisierte Gewalt statt, bei der unter anderem Luisa Neubauer sprach. Sie betonte: „Männer können froh sein, dass wir einfach nur Gleichberechtigung wollen. Und nicht Vergeltung.“

Vorwürfe gegen Christian Ulmen

Collien Fernandes hatte in einem Interview schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben und diese eidesstattlich versichert. Sie beschuldigt ihn, über Jahre hinweg sexuelles Bildmaterial in ihrem Namen im Internet verbreitet zu haben, das digital gefälscht wurde, um ihr zu ähneln. Christian Ulmen hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Es gilt die Unschuldsvermutung. Sein Rechtsbeistand, der Medienanwalt Christian Schertz, bezeichnet die Veröffentlichungen als „unwahre Tatsachen aufgrund einseitiger Schilderung“.

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Bildquelle: ai-generated-gemini

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