Cyberangriff auf Fernheizwerk Neukölln – Hacker fordern Lösegeld
Das Fernheizwerk Neukölln ist offenbar Ziel eines Cyberangriffs geworden, bei dem auch Daten entwendet worden sein sollen. Berichten zufolge wurde die Attacke am 20. März entdeckt. Sicherheitskreise berichten, dass die Angreifer eine Lösegeldforderung an das Unternehmen gestellt haben, die bis zum 29. März erfüllt werden sollte. Diese Frist wurde jedoch nicht eingehalten, was zur Drohung führte, die gestohlenen Daten im Darknet zu veröffentlichen. Bislang ist jedoch kein Datenleak bekannt geworden.
Die Wärmeversorgung des Fernheizwerks scheint nicht gefährdet zu sein. Allerdings sind die internen Abläufe des Unternehmens beeinträchtigt, insbesondere die Buchhaltung und die interne Kommunikation, die nur eingeschränkt funktionieren. In den kommenden Tagen soll mit der schrittweisen Wiederherstellung der betroffenen Systeme begonnen werden. Die genaue Methode, wie die Angreifer in das System eindringen konnten, ist noch unklar. Es werden verschiedene Möglichkeiten diskutiert, darunter Phishing-Angriffe, gezielte Ausspähung von Mitarbeitern sowie Sicherheitslücken in veralteter IT-Infrastruktur. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich kürzlich in Reutlingen, wo Betrüger eine hohe Summe erbeuteten.
Verdächtige Hackergruppe und Ermittlungen
Die Gruppe, die für den Angriff verantwortlich gemacht wird, trägt den Namen „DragonForce“ und ist seit 2023 aktiv. Diese Gruppe arbeitet in einem arbeitsteiligen Ansatz, rekrutiert Komplizen über Untergrundplattformen und nutzt ein Netzwerk für den Einsatz von Schadsoftware. Berichten zufolge wird die Gruppe als politisch motiviert und pro-palästinensisch beschrieben.
Die Berliner Polizei hat den Vorfall bestätigt, gibt jedoch aufgrund laufender Ermittlungen keine weiteren Informationen preis. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft sieht sich nicht in der Verantwortung, während das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf eine inhaltliche Stellungnahme verzichtet hat. Das Fernheizwerk Neukölln versorgt nach eigenen Angaben etwa 60.000 Wohnungen sowie zahlreiche öffentliche Einrichtungen im Süden Berlins über ein 124 Kilometer langes Leitungsnetz, das seit 1911 in Betrieb ist. In einem anderen Fall hat das FBI einen deutschen Kriminalfall mit einer hohen Schadenssumme gelöst, was zeigt, wie ernst solche Cyberangriffe genommen werden.
Zusätzlich sind die aktuellen Heizölpreise ein Thema, das viele Menschen beschäftigt, da sie in direktem Zusammenhang mit der Energieversorgung stehen.
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Bildquelle: ai-generated-gemini