Am Sonntag versammelten sich vor dem Brandenburger Tor in Berlin zahlreiche Menschen, um gegen sexualisierte Gewalt zu protestieren. Laut den Veranstaltern nahmen etwa 13.000 Personen an der Kundgebung teil, die vom neu gegründeten Bündnis „Feminist Fight Club!“ organisiert wurde.
Die Demonstration zielt darauf ab, auf bestehende Missstände und Gesetzeslücken im Bereich der sexualisierten Gewalt in Deutschland aufmerksam zu machen, sowohl im digitalen als auch im analogen Raum. Während die Polizei von 500 angemeldeten Teilnehmern berichtete, war die tatsächliche Anzahl der Anwesenden deutlich höher. Die Mehrheit der Teilnehmenden waren Frauen, jedoch waren auch einige Männer unter den Demonstrierenden.
Luisa Neubauer spricht zu den Anwesenden
Eine der prominentesten Rednerinnen war die Klimaaktivistin Luisa Neubauer, die mit ihrer Ansprache großen Beifall erhielt. Sie betonte, dass Männer froh sein sollten, dass Frauen lediglich Gleichberechtigung fordern und nicht nach Vergeltung streben. „Frauen wollen einfach nur ihr Leben leben. Wir lassen uns nicht kleinmachen!“, erklärte sie.
Zu Beginn der Veranstaltung wurde auch der Name Marco Buschmann erwähnt. Der ehemalige FDP-Justizminister wurde beschuldigt, auf europäischer Ebene eine gesetzliche Regelung gegen sexualisierte Gewalt verhindert zu haben, was von den Anwesenden mit Buhrufen quittiert wurde. Eine Rednerin forderte Gesetze nach spanischem Vorbild, was ebenfalls auf großen Zuspruch stieß.
Collien Fernandes und ihre Rolle
Die TV-Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes hatte die Demonstration über ihre sozialen Medien bekannt gemacht. Ihr Management stellte jedoch klar, dass sie nicht die Organisatorin der Veranstaltung sei und auch nicht als Rednerin auftritt. Sie habe lediglich auf die Kundgebung aufmerksam gemacht und dazu aufgerufen, laut zu sein.
Vorwürfe gegen Christian Ulmen
Collien Fernandes hatte zuvor im „Spiegel“ schwerwiegende Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben und diese eidesstattlich bekräftigt. Sie beschuldigte ihn, über Jahre hinweg gefälschtes sexuelles Bildmaterial von ihr im Internet verbreitet zu haben. Zudem soll er in ihrem Namen sexuelle Avancen an Männer gerichtet haben, was sie als „digitale Vergewaltigung“ bezeichnete. In einem anderen Fall wurde berichtet, dass ein Berliner Jugendklub soll Vergewaltigung vertuscht haben, was die Diskussion um den Schutz von Frauen weiter anheizte.
Christian Ulmen hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Sein Rechtsbeistand, der Anwalt Christian Schertz, bezeichnete die Anschuldigungen als „unwahre Tatsachen aufgrund einseitiger Schilderung“. Die Unschuldsvermutung gilt in diesem Fall weiterhin.
Ein weiteres Beispiel für Missverständnisse im Sportbereich zeigt die Geschichte eines Fans, der in der 3. Liga statt Champions-League ins falsche Stadion fuhr, was zeigt, wie leicht man in der heutigen Zeit in die falsche Richtung gelenkt werden kann.
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Bildquelle: ai-generated-gemini