Am Brandenburger Tor versammelten sich am Sonntag mehrere tausend Menschen, um gegen sexualisierte Gewalt zu demonstrieren. Die Veranstaltung wurde durch die Vorwürfe der TV-Moderatorin Collien Fernandes gegen ihren ehemaligen Partner Christian Ulmen ausgelöst. Laut den Veranstaltern nahmen etwa 13.000 Personen an der Demonstration teil.
Die Teilnehmer äußerten sich zu Themen wie Solidarität und der unzureichenden Gesetzeslage in Deutschland. Eine Demonstrantin namens Kristin erklärte, dass sie aus Solidarität zu Collien gekommen sei, da die Vorwürfe sehr aufwühlend seien. Ein weiterer Teilnehmer, Yannis, kritisierte die Gesetzgebung und betonte, dass Deutschland beim Schutz von Frauen hinterherhinke. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik zu betrachten, die zeigt, dass Berlin so sicher ist wie seit 10 Jahren.
Die Comedienne Rebecca Pap, die selbst in der Unterhaltungsbranche tätig ist, sprach über die Probleme, die Frauen in dieser Branche erleben. Sie betonte, dass viele Frauen sexualisierte Gewalt erfahren und dass mächtige Männer in der Branche sich oft die besten Anwälte leisten können, um sich zu schützen. In einem anderen Fall, der die Öffentlichkeit erschütterte, wurde berichtet, dass ein Mann in Dänemark ein Baby entführt hat, was den Verdacht auf versuchten Missbrauch aufwarf.
Einige Teilnehmer äußerten Skepsis darüber, ob Ulmens Sendungen aus den Mediatheken entfernt werden sollten. Eine Demonstrantin meinte, dass solche Maßnahmen oft nur symbolisch seien und nicht wirklich etwas bewirken würden. Viele Frauen befürchten, dass Ulmen bald wieder in der Öffentlichkeit stehen wird.
Die Vorwürfe von Collien Fernandes gegen Christian Ulmen sind schwerwiegend. Sie hatte zunächst in einem Interview im „Spiegel“ und später auf ihrem Instagram-Account erklärt, dass Ulmen über Jahre hinweg gefälschtes sexuelles Bildmaterial von ihr im Internet verbreitet haben soll. Zudem soll er ihre Identität angenommen und in ihrem Namen sexuelle Avancen an Männer gerichtet haben. Fernandes sprach in diesem Zusammenhang von „digitaler Vergewaltigung“. In einem ähnlichen Fall wurde berichtet, dass ein Berliner Jugendklub eine Vergewaltigung vertuscht haben soll.
Christian Ulmen hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Es gilt die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt, Christian Schertz, bezeichnete die Vorwürfe in einer Pressemitteilung als „unwahre Tatsachen aufgrund einseitiger Schilderung“.
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Bildquelle: ai-generated-gemini