Im Bildungsausschuss des Abgeordnetenhauses hat Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch die Relevanz des Berliner Flexibudgets für die Kinder- und Jugendhilfe unterstrichen und die kürzliche Erhöhung der Mittel hervorgehoben. Ab diesem Jahr stehen erstmals rund 1 Million Euro Flexibudget pro Bezirk zur Verfügung, was die präventive Arbeit vor Ort erheblich stärkt.
Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, betonte: „Mit der Aufstockung des Flexibudgets setzen wir ein klares politisches Signal: Berlin investiert gezielt in frühe Hilfen und stärkt die Bezirke in ihrer Verantwortung, passgenaue Lösungen vor Ort zu entwickeln. Unser Ziel ist es, Kinder, Jugendliche und Familien rechtzeitig zu unterstützen und Prävention im Sozialraum nachhaltig zu verankern. Das Flexibudget steht dabei für eine moderne, vorausschauende Kinder- und Jugendhilfe. Es eröffnet den Jugendämtern mehr Handlungsspielraum und ermöglicht konkrete, alltagsnahe Unterstützung für Familien und junge Menschen.“
Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass präventive Steuerungsinstrumente wie das Flexibudget wirksam sind. Ab Januar 2026 gilt ein gemeinsam mit den Jugendämtern weiterentwickeltes Rahmenkonzept, das neue Angebotstypen und ein vereinfachtes Antragsverfahren umfasst. Dieses Konzept stärkt gezielt die Steuerungsmöglichkeiten der Jugendämter – von der frühen Unterstützung über stationäre Hilfen bis hin zum Übergang zurück ins Elternhaus oder in ein eigenständiges Leben. Dadurch erhalten die Bezirke eine verbesserte Grundlage, um Angebote infrastrukturell zu entwickeln und dort einzusetzen, wo sie besonders benötigt werden.
Das Flexibudget wurde im Mai 2020 als Modellprojekt ins Leben gerufen. Seither standen den Bezirken jährlich 7,2 Millionen Euro zur Verfügung, was 600.000 Euro pro Bezirk entspricht, um niedrigschwellige, sozialräumliche und präventive Angebote zu schaffen. Ziel ist es, Familien und junge Menschen in belasteten Lebenslagen frühzeitig zu erreichen und Unterstützung anzubieten, bevor intensivere Hilfen erforderlich werden. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik ist Berlin so sicher wie seit 10 Jahren.
Das Programm wurde kontinuierlich ausgebaut. Für die Jahre 2024 und 2025 stellte das Land Berlin zusätzliche 2,4 Millionen Euro jährlich bereit, unter anderem im Rahmen der Maßnahmen des Jugendgewaltgipfels. Mit der erneuten Erhöhung für die Jahre 2026 und 2027 um weitere 3,36 Millionen Euro jährlich – was 280.000 Euro zusätzlich pro Bezirk entspricht – erreichen die Mittel nun eine neue Größenordnung: Erstmals verfügen alle Bezirke über ein Flexibudget von rund 1 Million Euro jährlich.
Pressesprecherin für Jugend und Familie
Susanne Gonswa
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