Fahri Yardim hat sich in einem Instagram-Beitrag zu den Vorwürfen geäußert, die Collien Fernandes gegen seinen Freund Christian Ulmen erhoben hat. Yardim, der in Berlin lebt und mit Ulmen an der Serie „Jerks“ gearbeitet hat, beschreibt seine Reaktion auf die Situation als überfordert.
In seinem Post beginnt Yardim mit den Worten „so.“ und ergänzt, dass seine Stellungnahme „verspätet“ und „unvollständig“ sei. Diese Selbsteinschätzung wird im weiteren Verlauf seines Beitrags näher erläutert.
Solidarität mit Collien Fernandes
Fernandes hat Ulmen beschuldigt, über einen längeren Zeitraum hinweg gefälschte pornografische Inhalte von ihr erstellt und verbreitet sowie unter ihrer Identität Kontakt zu Männern aufgenommen zu haben. Sie hat in Spanien Anzeige erstattet, während Ulmen die Vorwürfe über seinen Anwalt zurückweist. In diesem Kontext betont Yardim, dass er „genauso geschockt wie viele andere“ sei und den Mut von Fernandes bewundere. Er erklärt seine Solidarität mit ihr und zeigt sich dankbar dafür, wie sie ihre persönliche Geschichte in eine Kraft umwandelt, die strukturelle Veränderungen ermöglicht.
Reflexion über seine eigene Position
Yardim erläutert, dass er sich Zeit genommen hat, um auf die Vorwürfe zu reagieren, da er auf zwei Ebenen betroffen sei: einer öffentlichen und einer persönlichen. Diese beiden Ebenen stünden für ihn nicht in Konkurrenz, existierten jedoch gleichzeitig und ließen sich nicht einfach in eine klare Position übersetzen.
Er erkennt an, dass sein Zögern nicht neutral ist und Auswirkungen hat. Yardim ist sich bewusst, dass sein Zögern beeinflusst, welche Deutungen Gewicht erhalten und welche Perspektiven sich verfestigen. Er betont, dass er Teil dieser Wirkung ist, auch wenn dies nicht seine Absicht war.
Strukturelle Muster und persönliche Überforderung
Yardim verweist auf historische und strukturelle Muster, die dazu geführt haben, dass Betroffene in ähnlichen Situationen oft nicht geglaubt oder nicht ausreichend geschützt wurden. Am Ende seines Beitrags zieht er ein nüchternes Fazit und erkennt, dass sein Zögern und das Ausbleiben einer rechtzeitigen Position bereits eine Position mit realen Folgen darstellen.
Er möchte sich diesen Folgen nicht nur gedanklich, sondern auch praktisch stellen. In einem weiteren Kommentar zu seinem Post beschreibt Yardim den Text als „verkopft“ und als Ausdruck seiner Überforderung. Er kündigt an, sich erneut zu melden, sobald er seine innere Klarheit zurückgewonnen hat.
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