Feuer in Berlin-Spandau: Frau lebensbedrohlich verletzt
Bei einem Brand in einem Wohnhaus im Berliner Stadtteil Spandau wurde eine Frau schwer verletzt und musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik transportiert werden. Laut Angaben der Feuerwehr wurden zudem eine weitere Frau und ein Mann leicht verletzt und in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Die Polizei berichtete, dass es sich bei der schwer verletzten Frau um die 68-jährige Mieterin der betroffenen Wohnung handelt. Sie hatte sich auf den Balkon eines Nachbarn gerettet und erlitt dabei Verletzungen am Kopf sowie an den Händen.
Evakuierung und Löscharbeiten
In der Nacht zu Mittwoch evakuierten die Feuerwehrleute insgesamt 48 Personen aus dem Gebäude in der Stadtrandstraße. Nach dem Brand sind 19 Wohnungen nicht mehr bewohnbar.
Im vierten Stock des Hauses, das auch eine Pflegeeinrichtung beherbergt, war eine Wohnung vollständig in Flammen aufgegangen. Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen. Da sich der Rauch jedoch ins Treppenhaus ausbreitete, mussten die Einsatzkräfte gewaltsam mehrere Wohnungen öffnen, um diese zu kontrollieren und alle Bewohner in Sicherheit zu bringen. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich kürzlich in Witten, wo eine Treppe in einem Ärztehaus eingestürzt ist.
Die Berliner Feuerwehr war mit einem umfangreichen Einsatzteam im Falkenhagener Feld vor Ort. Während der Kontroll- und Belüftungsmaßnahmen wurden die evakuierten Personen in zwei Bussen der BVG untergebracht. Aufgrund der hohen Anzahl an betroffenen Bewohnern wurde das Alarmierungsstichwort „MANV“ („Massenanfall von Verletzten“) ausgelöst. Insgesamt waren 85 Einsatzkräfte im Einsatz.
Stromversorgung und Ermittlungen
Der Energieversorger stellte die Stromversorgung im betroffenen Gebäude ab. Die Polizei hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung aufgenommen. In Bezug auf die Sicherheit in Berlin zeigt die polizeiliche Kriminalstatistik, dass die Stadt so sicher ist wie seit 10 Jahren.
Stromausfall in Berlin: Auswirkungen auf 50.000 Haushalte und Einrichtungen
„`
Bildquelle: Berliner Feuerwehr