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Vor 25 Jahren gab Klaus Wowereit als erster Spitzenpolitiker Deutschlands öffentlich zu, schwul zu sein. In einem Interview blickt er auf diesen entscheidenden Moment zurück und äußert sich zu den damaligen Reaktionen, insbesondere von Friedrich Merz.
Wowereit äußerte sich mit den Worten: „Ich bin schwul und das ist auch gut so“ während eines SPD-Parteitags. Dieser Satz war nicht geplant und kam spontan am Ende seiner Rede. Er war überrascht von der weltweiten Resonanz, die er nicht erwartet hatte. Der Entscheidung ging eine Drucksituation voraus, in der Boulevardmedien Journalisten beauftragten, in der queeren Szene nach Skandalen zu suchen. Wowereit entschloss sich, offensiv zu reagieren.
Er betont, dass sein Coming-out nicht strategisch kalkuliert war. Für ihn war es eine persönliche Befreiung, und er wäre auch ohne diese Aussage Regierender Bürgermeister geworden. Auf die Reaktion von Friedrich Merz, der sagte: „Solange er sich mir nicht nähert, ist mir das egal“, reagierte Wowereit mit einem trockenen Kommentar: „Allein auf die Idee zu kommen, dass Herr Merz mein Typ wäre … Dieser Satz sagt aber mehr über ihn als über mich.“
In Bezug auf die gegenwärtige Situation äußert Wowereit Besorgnis über die steigende Zahl von Übergriffen auf queere Menschen, auch in Berlin. Er verweist auf die Beratungsstelle Maneo, die von einer zunehmenden Brutalität berichtet. Zudem warnt er vor dem Erfolg der AfD und betont die Notwendigkeit, dass die emanzipierte Gesellschaft wachsam bleibt und sich gegen mögliche Rückschritte wehren muss. Besonders in der aktuellen politischen Lage, wie zum Beispiel nach der Wahl in München, ist es wichtig, solche Themen im Blick zu behalten. Auch die Kritik an Union Berlin zeigt, wie schnell gesellschaftliche Themen in den Fokus rücken können.
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Quellen: t-online, n-tv, Tagesspiegel
Bildquelle: KI generiert