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Kulturstätte in Berlin muss Wohnbauprojekten weichen

Der Kulturort „Disko Babel“ in Berlin muss aufgrund der Schaffung dringend erforderlichen Wohnraums bis Oktober 2026 schließen. Die Betreiber sehen sich finanziellen Herausforderungen und der Verdrängung in der Kulturlandschaft gegenüber.

Kulturstätte in Berlin muss Wohnbauprojekten weichen
KI-generiert

Ein Berliner Kulturort steht vor dem Aus, da auf dem betreffenden Gelände neue Wohnungen entstehen sollen. Die Suche nach einer alternativen Fläche gestaltet sich als herausfordernd.

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Der Club „Disko Babel“, der sich in der Nähe des S-Bahnhofs Greifswalder Straße befindet, sieht sich mit der Schließung konfrontiert. Auf dem Areal sollen künftig Wohnräume errichtet werden. In sozialen Medien äußern zahlreiche Nutzer ihr Bedauern über die drohende Schließung und betonen die Bedeutung des Ortes für die Subkultur.

Aktuell finden auf dem Gelände noch regelmäßig Veranstaltungen wie Workshops und Clubnächte statt. Die Betreiber haben jedoch angekündigt, dass sie nach „viel Hoffen und Bangen“ nun die letzte Saison eingeläutet haben. Bis Oktober 2026 müssen sie den Standort an der Lilli-Hennoch-Straße räumen.

Verhandlungen über die Fläche und Herausforderungen für den Verein

Der Verein „Disko Babel“ berichtet, dass die Gespräche zwischen dem Bezirk und dem Eigentümer zügig voranschreiten. Es sind bereits Baumfällarbeiten auf dem Gelände im Gange. Obwohl die Betreiber sich der Notwendigkeit eines Umzugs bewusst waren, ist die Situation für die Kulturszene in Berlin angespannt.

Die Betreiber des Vereins, Jakob Turtur und Simon Kiefer, weisen darauf hin, dass die Kommerzialisierung von Flächen, sinkende Besucherzahlen und steigende Kosten zusätzliche Herausforderungen darstellen. Zudem wird es zunehmend schwieriger, die Anforderungen für Förderanträge zu erfüllen, was die ehrenamtliche Arbeit belastet. Ein Beispiel für solche Herausforderungen ist der Fall, in dem ein Berliner Jugendklub soll Vergewaltigung vertuscht haben.

Dringender Bedarf an Wohnraum

Der Bezirk Pankow hat die Verhandlungen über die Fläche des Kulturorts bestätigt. Cornelius Bechtler, der Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, erklärte, dass es um die Schaffung von „dringend erforderlichem Wohnraum“ gehe. Ein erster Plan wurde bereits am 11. Februar im Ausschuss für Stadtentwicklung vorgestellt.

Das Bezirksamt betont, dass der Verein bei seinem Einzug über die zukünftige Entwicklung des Geländes informiert war. Der Verein selbst ist sich dieser Tatsache bewusst, fordert jedoch, dass Wohnraum und kulturelle Angebote nicht gegeneinander ausgespielt werden sollten, da beide für eine lebenswerte Stadt notwendig sind.

Suche nach einer neuen Fläche gestaltet sich schwierig

Die Zukunft von „Disko Babel“ bleibt ungewiss. Der Verein ist aktiv auf der Suche nach einer geeigneten Ersatzfläche. Die Vereinsvorsitzenden berichten, dass der Eigentümer eine kleine Ausweichfläche angeboten hat, die jedoch nicht für die gesamte Vereinsstruktur und die verschiedenen Unterkollektive ausreicht. Zudem ist unklar, ob diese Fläche für kulturelle Zwecke genutzt werden kann. In einem anderen Fall hat ein Barca-Fan 580 Kilometer ins falsche Stadion gefahren, was die Herausforderungen der Orientierung in der Stadt verdeutlicht.

Es gibt Hinweise auf ein leerstehendes Gebäude, das möglicherweise als Ersatz dienen könnte. Der Bezirk und die politischen Verantwortlichen wurden bereits kontaktiert, jedoch befindet sich der Verein noch in einer frühen Phase der Sondierung.

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Bildquelle: ai-generated-gemini

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