Neuer Bebauungsplan für den Humboldthafen in Berlin beschlossen
Am 23. Juni 2026 hat der Senat von Berlin unter der Leitung des Senators für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Christian Gaebler, den Entwurf des Bebauungsplans II-201da für den Humboldthafen im Bezirk Mitte genehmigt. Dieser Entwurf wird nun dem Abgeordnetenhaus zur Genehmigung vorgelegt.
Der Bebauungsplan hat das Ziel, die rechtlichen Rahmenbedingungen für die städtebauliche Entwicklung des Humboldthafens zu schaffen. Er basiert auf den Wettbewerbsentwürfen des Büros von Professor Ungers sowie den Weiterentwicklungen durch Professor Winkens. Das geplante Baufeld auf der westlichen Uferseite wird momentan als Baustelleneinrichtung für den Tunnelbau der S 21 (City S-Bahn) genutzt.
Nach Abschluss der Bauarbeiten für die S 21 regelt der Bebauungsplan die rechtlichen Voraussetzungen für den Bau eines Gebäudes mit bis zu acht Vollgeschossen. Die Festlegung als Kerngebiet eröffnet auf diesem landeseigenen Grundstück in der Zukunft verschiedene Nutzungsmöglichkeiten.
Zusätzlich sichert der Bebauungsplan dauerhaft die Zugänglichkeit zum Ufer des Humboldthafens, nachdem die Baustelleneinrichtung für die S 21 beendet ist. Entlang der öffentlichen Uferpromenade sind in den Arkaden publikumswirksame Erdgeschosse, beispielsweise für gastronomische Betriebe, vorgesehen. Die Lage am Wasser trägt zu einer hohen Aufenthaltsqualität bei. Die genaue Gestaltung der Uferpromenade, einschließlich Baumpflanzungen und weiteren Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, wird in einem späteren Verfahren festgelegt.
Christian Gaebler äußerte sich zu dem Bebauungsplan und betonte, dass mit diesem die planungsrechtlichen Grundlagen für die Entwicklung des südlichen Teils des Humboldthafens gelegt werden. In der Nähe des Berliner Hauptbahnhofs sollen die ehemaligen Hafenflächen in einen urbanen Raum umgewandelt werden, der den Anforderungen moderner Stadtgestaltung entspricht. Ziel ist es, einen attraktiven Aufenthaltsort für die Berliner Bevölkerung sowie für die zahlreichen Reisenden rund um den Hauptbahnhof zu schaffen.
Kontaktinformationen sind beim Presse- und Informationsamt des Landes Berlin erhältlich.
Quellen: berlin.de
Bildquelle: Foto: A.Savin / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)