Im Zoo Berlin wurde bei einem Fasan das Virus der Newcastle Krankheit nachgewiesen. Aus diesem Grund sind die Vogelbereiche des Zoos bis auf Weiteres für Besucher geschlossen, um eine mögliche Verbreitung des Virus zu verhindern. Der Zoo selbst bleibt jedoch regulär geöffnet.
Die Überprüfung von verstorbenen Vögeln im Zoo und Tierpark Berlin auf Tierseuchen, darunter die Aviäre Influenza und die Newcastle Krankheit, ist Teil des hohen Hygienestandards beider zoologischer Einrichtungen. Bei einer routinemäßigen Untersuchung wurde am Mittwoch ein positiver Befund für einen verstorbenen Wallichfasan festgestellt, was am folgenden Tag vom Nationalen Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt wurde. Der Vogelbestand des Zoos, der aufgrund der Vogelgrippe bei Wildvögeln bereits unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen steht, wird nun zusätzlich überwacht, und epidemiologische Untersuchungen wurden eingeleitet. Das Hauptziel besteht darin, eine Ausbreitung der Newcastle Krankheit zu verhindern.
In diesem Jahr wurden in Deutschland bereits 38 Ausbrüche der Newcastle Krankheit in Geflügelhaltungen registriert, wobei auch Brandenburg stark betroffen ist. Ein Teil des Bezirks Treptow-Köpenick gehört seit Anfang März zu einer Überwachungszone für die Newcastle Krankheit.
Das Virus kann erhebliche Verluste in der Geflügelhaltung verursachen und ist daher, ähnlich wie die Vogelgrippe, in der EU als Tierseuche der Kategorie A eingestuft, was sofortige Gegenmaßnahmen erforderlich macht. In Deutschland gilt eine Impfpflicht für alle Hühner- und Putenhaltungen.
Obwohl das Virus in seltenen Fällen bei engem Kontakt mit Tieren zu einer Konjunktivitis und Schwellungen der Ohrlymphknoten führen kann, ist es für Menschen ansonsten ungefährlich. Verbraucher müssen sich keine Sorgen um Produkte wie Eier oder Geflügelfleisch machen.
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