In Berlin hat ein zweitägiger Warnstreik bei den Vivantes-Kliniken begonnen, zu dem die Gewerkschaft Verdi die Mitarbeiter der Tochterunternehmen aufgerufen hat. Der Streik betrifft Angestellte aus den Bereichen Gastronomie, Logistik und Reinigung, während Ärzte und Pflegekräfte nicht an den Protesten teilnehmen.
Die rund 2.200 Beschäftigten der Vivantes-Tochtergesellschaften fordern die vollständige Übernahme des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst in Krankenhäusern (TVöD-K). Die Gewerkschaft möchte, dass die bestehenden Regelungen eins zu eins auf die Mitarbeiter von Vivantes übertragen werden. Dies geschieht in einem Kontext, in dem viele Kliniken in finanzieller Notlage sind.
Eine Kundgebung ist für 8 Uhr vor dem Berliner Abgeordnetenhaus geplant, gefolgt von einem Demonstrationszug zum Verhandlungsort. Dies ist nicht der erste Streik dieser Art; bereits Ende Februar 2026 hatten die Beschäftigten ihre Arbeit niedergelegt. Damals nahmen laut Verdi-Vertreter Max Manzey zwischen 300 und 400 Personen teil, wobei die aktuelle Beteiligung voraussichtlich höher ausfallen wird.
Vivantes-Sprecher Christoph Lang äußerte, dass die Notfallversorgung nicht beeinträchtigt sein sollte. Allerdings könnte es in den kommenden Tagen zu Verschiebungen bei geplanten Operationen kommen, was derzeit noch nicht genau abzuschätzen ist. Betroffene Patienten werden in solchen Fällen informiert. Während des vorherigen Warnstreiks blieben die Bistros geschlossen, was möglicherweise auch diesmal der Fall sein wird. Patienten erhalten jedoch in jedem Fall ihre Mahlzeiten. In der Region gibt es zudem Berichte über Vorfälle, wie zum Beispiel den Einsturz einer Treppe in einem Ärztehaus in Witten.
Die Tarifverhandlungen werden am Donnerstag fortgesetzt. Zudem ist es wichtig, die Auswirkungen auf den Verkehr zu beachten, da eine wichtige Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin länger gesperrt ist.
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Bildquelle: Bildquelle: Martha Dominguez de Gouveia auf Unsplash