Die Einschätzung des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso) bescheinigt allen offiziellen Badestellen in Berlin eine Eignung für Badegäste. Eine aktuelle Untersuchung der Wasserqualität von 39 Badestellen zeigte, dass diese am Dienstag durchweg als positiv eingestuft wurden.
Die Temperaturen des Wassers liegen an den meisten dieser Badestellen über 20 Grad Celsius. Solche Werte könnten jedoch das Risiko erhöhen, dass Zerkarien, die Larven von Saugwürmern, ins Wasser gelangen. Diese winzigen Organismen sind typischerweise in den inneren Organen von Wasservögeln zu finden und gelangen durch deren Kot in die Gewässer.
Gesundheitsrisiken durch Zerkarien in Berliner Gewässern
Laut Informationen des Lageso können Zerkarien Hautirritationen hervorrufen. Besonders empfindliche Menschen könnten bereits innerhalb weniger Stunden nach einem Kontakt mit dem Wasser Reaktionen auf der Haut zeigen. Deshalb sollten Kinder längere Aufenthalte im flachen Wasser vermeiden. Nach dem Baden empfehlen die Behörden, die Haut gründlich abzutrocknen und nasse Badebekleidung abzulegen.
Eine Badedermatitis kann sich in Form von Quaddeln und Papeln äußern, die starken Juckreiz verursachen und bis zu drei Wochen anhalten können. Es ist jedoch zu beachten, dass das Auftreten von Zerkarien nicht als Kriterium für die Qualität der Badegewässer herangezogen wird, so eine Sprecherin des Lageso.
Risiken durch Blaualgen und Zerkarien in Brandenburg
In Brandenburg wurden vonseiten des Umweltministeriums an den meisten Badestellen keine Beanstandungen festgestellt, weshalb diese ebenfalls als gut zum Baden geeignet gelten. Dennoch sind in einigen Gewässern Zerkarien und Blaualgen nachgewiesen worden. Am Grimnitz- und Nymphensee sind Zerkarien festgestellt worden, während der Landkreis Havelland vor Blaualgen im Hohennauener See und am Ketziner Havelstrand warnt. Auch in Potsdam sind das Waldbad Templin und verschiedene Badestellen in Babelsberg betroffen.
Das Auftreten von Blaualgen und Zerkarien ist wetter- und windabhängig und kann von Tag zu Tag variieren, so die zuständigen Behörden. Die Badestellen in Berlin und Brandenburg werden zwischen Mitte Mai und Mitte September regelmäßig auf ihre Wasserqualität überprüft.
Aktuelle Situation an Berliner Badestellen
Obwohl die Mehrheit der Badestellen in Berlin für Badegäste geeignet ist, gibt es an den Standorten Breitehorn und Radfahrerwiese an der Havel Warnhinweise. Diese Informationen sind entscheidend, um die Sicherheit der Badegäste zu gewährleisten und mögliche Gesundheitsrisiken zu minimieren.
Quellen: rbb24, berlin.de
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