Die beiden Sibirischen Tigerbrüder, Hubertus und Friedrich, haben in dieser Woche ihren neuen Lebensraum im Zoo Berlin bezogen. Diese Unterart gilt als stark gefährdet.
Die einjährigen Tiger sind am 30. Mai 2024 im Allwetterzoo Münster geboren worden und sind Teil eines Wurfes von vier Tieren. Während ihre Geschwister in andere Zoos umgesiedelt wurden, leben Hubertus und Friedrich nun im Bereich „Reich der Jäger“ des Berliner Zoos.
Der Zoo gab bekannt, dass die beiden Tiere gut angekommen sind und ihre neue Umgebung erkunden. Seit ihrer Ankunft sind sie für die Besucher sichtbar.
Die Anlage, in der die Tiger untergebracht sind, bietet erhöhte Liegeplätze, Höhlen und einen Wasserbereich. Vor dem Einzug der Brüder wurde die Sumatra-Tigerin Luise in eine benachbarte Anlage zu Kater Banyu gebracht, während die Sumatra-Tigerin Lotte im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms nach Großbritannien verlegt wurde.
Der Amurtiger, auch als Sibirischer Tiger bekannt, stellt die größte lebende Katzenart dar. Männliche Tiere können über 300 Kilogramm wiegen. Ihr natürlicher Lebensraum erstreckt sich über die Wälder im russischen Fernen Osten sowie angrenzende Gebiete in Nordostchina. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft diese Unterart als „stark gefährdet“ ein.
Die Hauptbedrohungen für den Amurtiger sind der Verlust seines Lebensraums, Wilderei und Konflikte mit Menschen. Schätzungen zufolge leben in der Wildnis nur noch einige Hundert dieser Tiere.
Bildquelle: ai-generated-gemini