Am 15. März 2026 führten verschiedene Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd umfassende Kontrollen zum Thema Drogen im Straßenverkehr durch. Diese Maßnahmen fanden in Bad Reichenhall, Übersee und Grassau im Landkreis Berchtesgadener Land sowie Traunstein statt. An den Kontrollstellen waren Einsatzkräfte aus den Landkreisen Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting, Mühldorf und Rosenheim beteiligt. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd bewertet die Aktion als durchweg positiv.
Die Kontrollen wurden im Rahmen eines Fortbildungstags zwischen 13.00 Uhr und 17.00 Uhr durchgeführt. Der Fokus lag nicht nur auf allgemeinen Verkehrskontrollen, sondern insbesondere auf der Überprüfung der Fahrtüchtigkeit der Fahrer in Bezug auf den Konsum von Betäubungsmitteln. Rund 70 Polizeibeamte waren im Einsatz, unterstützt von zwei Rauschgiftspürhunden der Zentralen Einsatzdienste Bad Aibling und Traunreut.
Insgesamt wurden mehr als 300 Fahrzeuge an den Kontrollpunkten überprüft. Dabei wurden zahlreiche Verstöße festgestellt. Bei 13 Fahrern bestand der Verdacht auf Drogenkonsum oder -beeinflussung, was zur Anordnung von Blutentnahmen und zur Unterbindung der Weiterfahrt führte. Bestätigen die Blutuntersuchungen den Verdacht, müssen die betroffenen Fahrer mit einem Fahrverbot von mindestens einem Monat und einem Bußgeld von mindestens 500 Euro rechnen. Zudem werden die zuständigen Fahrerlaubnisbehörden über die Vorfälle informiert.
Im Rahmen der Kontrollen wurden auch Drogen wie Marihuana, Kokain und Amphetamin sichergestellt, was in vier Fällen zu Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz führte. Darüber hinaus wurde ein Verstoß gegen das Waffengesetz festgestellt.
Ein 24-jähriger deutscher Staatsbürger, der unter dem Einfluss von Drogen ein Fahrzeug lenkte und bei dem verbotene Substanzen gefunden wurden, wurde durch eine mit der Staatsanwaltschaft abgestimmte Durchsuchung seiner Wohnung, bei der weitere Betäubungsmittel sowie verschreibungspflichtige Medikamente entdeckt wurden, weiter untersucht.
Zusätzlich zu den genannten Fällen mussten zahlreiche weitere Verkehrsordnungswidrigkeiten geahndet werden, insbesondere Verstöße gegen die Mitführpflicht von Dokumenten und Ausrüstungsanforderungen. In einem anderen Vorfall mussten Angreifer, die einen Ticket-Kontrolleur ins Krankenhaus prügelten, ebenfalls zur Verantwortung gezogen werden.
Der Fortbildungs- und Kontrolltag wurde von allen Beteiligten als sehr erfolgreich angesehen. Neben den effektiven Kontrollen ermöglichte der Einsatz einen intensiven Austausch zwischen den Dienststellen, von dem alle Beteiligten profitieren konnten.
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Bildquelle: ai-generated-gemini