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Messerangriff in Bayern aus Wut: „Habe die Frau gehasst“

Ein 22-Jähriger steht vor Gericht, weil er seine Kollegin in Bayern aus Wut erstochen hat. Der Angeklagte äußert Bedauern, während die Staatsanwaltschaft Mord und gefährliche Körperverletzung vorwirft.

Messerangriff in Bayern aus Wut: „Habe die Frau gehasst“
Bildquelle: (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Prozess gegen 22-Jährigen wegen tödlicher Messerattacke in Bayern

In Bayern hat ein Prozess gegen einen 22-jährigen Mann begonnen, der beschuldigt wird, seine 59-jährige Kollegin erstochen zu haben. Der Angeklagte äußerte sich vor dem Landgericht Schweinfurt und bezeichnete die Tat als Ausdruck von Wut und Zorn. Die Staatsanwaltschaft hingegen sieht die Situation anders.

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„Ich habe die Frau gehasst“, erklärte der Angeklagte aus Meiningen in Thüringen zu Beginn des Verfahrens über die Frau, die er am 1. Juli 2025 in Mellrichstadt getötet haben soll. Er berichtete von einem angespannten Verhältnis zu seiner Kollegin, die er seit seiner Ausbildung kannte. „Sie hatte ein Problem damit, dass ich nicht gläubig bin“, fügte er hinzu. Der Angeklagte äußerte den Wunsch, sich bei den Opfern und deren Angehörigen zu entschuldigen: „Ich habe aus Zorn eine abscheuliche Tat begangen. Es tut mir leid.“ Er gab an, dass er sich nach der Tat nicht besser fühlte, wie er es ursprünglich erwartet hatte.

Anklage wirft Mord und gefährliche Körperverletzung vor

Die Staatsanwaltschaft erhebt gegen den 22-Jährigen Anklage wegen Mordes, versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Der Mann soll seine Kollegin aus Mordlust mit einem Messer in der gemeinsamen Arbeitsstätte beim Überlandwerk Rhön in Unterfranken erstochen haben. Zwei Männer, die versuchten, der Frau zu helfen, wurden ebenfalls verletzt. Für den Prozess sind insgesamt sechs Verhandlungstermine bis zum 14. April 2026 angesetzt.

Geplante Tat und Motiv

„Der Angeklagte verspürte seit Monaten das ernsthafte und nachhaltige Verlangen, andere Menschen zu verletzen und zu töten“, erklärte Oberstaatsanwalt Markus Küstner am ersten Tag des Prozesses. „Nach erfolgloser Opfersuche in und um die Stadt Meiningen entschied er sich schließlich am 24. Juni 2025 für seine Arbeitskollegin als Ziel, der genaue Ablauf der Tat wurde am 29. Juni 2025 festgelegt.“

Am Morgen der Tat soll der Industriekaufmann in das Büro seines Chefs gestürmt und dort auf die Kollegin eingestochen haben. Dabei verletzte er auch seinen Chef und einen weiteren Mitarbeiter. Der Vorgesetzte erlitt lebensgefährliche Verletzungen, während der andere Kollege nur leicht verletzt wurde. Weitere Mitarbeiter konnten dem mutmaßlichen Täter das Messer abnehmen.

„Außer zur Befriedigung seines ernsthaften Verlangens, einen Menschen zu töten, gab es keinen ersichtlichen Grund oder Motiv für die Hinrichtung der Frau“, fasste Küstner die Situation zusammen. Er äußerte Zweifel an den Aussagen des Angeklagten nach seiner Festnahme, dass dieser nur die Frau und niemand anderen töten wollte. Der Verdächtige habe sich zuvor intensiv über Serienmörder und Gewaltverbrechen informiert. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich kürzlich, als Angreifer einen Ticket-Kontrolleur ins Krankenhaus prügelten.

Ein weiterer besorgniserregender Fall aus Dänemark, bei dem ein Mann ein Baby entführte, zeigt die zunehmende Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft. Auch in Österreich gab es kürzlich Schlagzeilen, als ein deutscher Tourist Tumulte in einem Tirol-Hotel auslöste.

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