Polizei warnt vor Callcenter-Betrug: 85-Jährige verliert 80.000 Euro
Die 85-jährige Frau aus Nürnberg äußerte sich erschüttert über den Vorfall: „Ich hätte nie gedacht, dass mir so etwas passieren könnte.“ Am Dienstagnachmittag, dem 4. August 2026, wurde sie Opfer eines perfiden Callcenter-Betrugs, bei dem ein unbekannter Täter gewaltsam ihre Handtasche entriss und sie dabei verletzte. Die Polizei hat bereits eine Warnung vor dieser Betrugsmasche ausgesprochen.
Der Betrug ereignete sich gegen 14:00 Uhr, als die Seniorin einen Anruf erhielt. Der Anrufer gab sich als Arzt aus und informierte sie darüber, dass ein naher Angehöriger nach einem schweren Verkehrsunfall im Krankenhaus liege. Bei einer Blutuntersuchung sei eine Krebserkrankung festgestellt worden. Der Betrüger forderte die Frau auf, mehrere Zehntausend Euro für dringend benötigte Medikamente bereitzustellen, da die Versicherung die Kosten nicht übernehmen würde. Durch geschickte Gesprächsführung gelang es dem Täter, die 85-Jährige dazu zu bringen, 80.000 Euro bei ihrer Bank abzuheben.
Gewaltsame Geldübergabe und Fahndung
Nachdem die Frau das Geld in ihre Handtasche gepackt hatte, begab sie sich zur vereinbarten Übergabe vor ihre Wohnung in der Aachener Straße. Dort wurde sie plötzlich von einem unbekannten Geldabholer angegriffen, der ihr die Handtasche gewaltsam entriss. Die Seniorin fiel zu Boden und zog sich dabei leichte Verletzungen in Form von Hämatomen zu.
Die Polizei leitete sofort eine Fahndung nach dem Täter ein, die jedoch ohne Erfolg blieb. Der gesuchte Mann wird wie folgt beschrieben: Er ist etwa 30 Jahre alt, circa 190 cm groß und hat kurze, dunkelblonde bis hellbraune Haare. Bei der Tat trug er eine kurze dunkle Hose sowie ein Oberteil mit schwarz-orangem Aufdruck und sprach Polnisch.
Ermittlungen und Warnhinweise der Polizei
Das zuständige Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Betrug und Raub übernommen. Die Polizei appelliert eindringlich an die Bevölkerung, insbesondere an Angehörige älterer Menschen, über die Gefahren solcher Betrugsmaschen aufzuklären. Zu den wichtigsten Warnhinweisen gehören:
- Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen und legen Sie sofort auf.
- Die Polizei wird niemals um Geldbeträge bitten oder nach Ihren Vermögensverhältnissen fragen.
- Es erfolgt niemals eine telefonische Aufforderung zur Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen.
- Teilen Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen mit.
- Wenn ein Anrufer Sie auffordert, die 110 zu wählen, um seine Identität zu überprüfen, beenden Sie das Gespräch und rufen Sie selbst die Polizei an.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Schmuck an unbekannte Personen.
- Nutzen Sie die Möglichkeiten Ihrer Telefonanlage, um unerwünschte Anrufe zu blockieren.
- Wenn Ihre Telefonnummer nicht öffentlich sein soll, lassen Sie die Eintragung aus dem Telefonbuch löschen.
- Sprechen Sie mit älteren Menschen in Ihrem Umfeld über diese Betrugsmasche und melden Sie verdächtige Anrufe umgehend der Polizei.
Die Polizei ermutigt dazu, bei verdächtigen Situationen den Polizeinotruf unter der Nummer 110 zu wählen.
Für Rückfragen steht das Polizeipräsidium Mittelfranken zur Verfügung. Die Pressestelle ist montags bis donnerstags von 07:00 bis 16:00 Uhr, freitags von 07:00 bis 15:00 Uhr und sonntags von 11:00 bis 14:00 Uhr erreichbar.
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Quellen: presseportal, tz, WDR
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Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.