„Das Betreten von Bahnübergängen bei geschlossenen Schranken ist lebensgefährlich“,
Beinahekollision am Bahnübergang
Der Triebfahrzeugführer konnte die S-Bahn rechtzeitig zum Stehen bringen, sodass der Fußgänger nur knapp verfehlt wurde. Nach dem Vorfall entfernte sich der Mann von der Unfallstelle. Ein 57-jähriger Autofahrer, der das Geschehen beobachtet hatte, verfolgte den Flüchtenden bis zu einem nahegelegenen Einkaufsmarkt und informierte gleichzeitig die Landespolizei. Kurz darauf konnte eine Streife den 33-Jährigen antreffen und kontrollieren.
Folgen für den Triebfahrzeugführer
Glücklicherweise wurde durch die Schnellbremsung niemand der Fahrgäste verletzt. Der Triebfahrzeugführer meldete den Vorfall umgehend der Notfallleitstelle der Deutschen Bahn und setzte die Fahrt nach Rücksprache zunächst bis zum Haltepunkt Puchheim fort. Aufgrund der psychischen Belastung, die durch das Ereignis entstanden war, wurde er jedoch später als dienstunfähig eingestuft und musste durch einen Ersatztriebfahrzeugführer ersetzt werden.
Ermittlungen der Bundespolizei
Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren gegen den 33-Jährigen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen wurde der Mann wieder auf freien Fuß gesetzt.
Warnung der Bundespolizei
Die Bundespolizei weist eindringlich darauf hin, dass das Überqueren von Bahnübergängen bei geschlossenen Schranken äußerst gefährlich ist. Züge haben einen langen Bremsweg und können Hindernissen nicht ausweichen. Bereits wenige Sekunden der Unachtsamkeit oder Leichtsinn können schwerwiegende oder sogar tödliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Kontaktinformationen
Für Rückfragen steht Sina Dietsch von der Bundespolizeiinspektion München zur Verfügung. Die Kontaktdaten sind:
- Adresse: Denisstraße 1, 80335 München
- Telefon: 089 515550-1103
- E-Mail: bpoli.muenchen.oea@polizei.bund.de
Die Bundespolizeiinspektion München ist zuständig für die polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der Anlagen der Deutschen Bahn sowie im größten deutschen S-Bahnnetz, das über 210 Bahnhöfe und Haltepunkte auf 440 Streckenkilometern umfasst. Zu ihrem Zuständigkeitsbereich gehören auch drei der vier größten Bahnhöfe in Bayern.
Quellen: presseportal, OVB, BR
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