Die Bundespolizeidirektion München hat aktuelle Daten zu unerlaubten Einreisen in Bayern veröffentlicht, die bis zum 30. Juni 2026 reichen.
Unerlaubte Einreisen an Land- und Luftgrenzen
Die monatlichen Statistiken zu unerlaubten Einreisen von Januar 2021 bis Juni 2026 sind in einer beigefügten Tabelle aufgeführt. In den Jahren 2024 bis 2026 wurden insgesamt 13.553 Personen an den bayerischen Grenzen zurückgewiesen oder zurückgeschoben, sowohl auf dem Luft- als auch auf dem Landweg.
Binnengrenzkontrollen seit September 2024
Auf Anordnung der Bundesministerin des Innern und für Heimat führt die Bundespolizei seit dem 16. September 2024 vorübergehende Binnengrenzkontrollen an allen landseitigen Schengenbinnengrenzen durch. Zwischen dem 16. September 2024 und dem 30. Juni 2026 wurden folgende Feststellungen gemacht:
- 20.939 unerlaubte Einreisen, davon 16.288 aus Österreich und 4.651 aus Tschechien.
- 13.553 Personen wurden an der Grenze oder im Zusammenhang mit dem illegalen Grenzübertritt zurückgewiesen oder zurückgeschoben, darunter 12.297 aus Österreich und 1.256 aus Tschechien.
- 751 Personen hatten eine Wiedereinreisesperre für Deutschland und wurden an der Einreise gehindert.
- 1.039 Schleuser wurden vorläufig festgenommen.
- 4.582 offene Haftbefehle konnten vollstreckt werden, davon 3.670 aus Österreich und 912 aus Tschechien.
- 353 Personen aus extremistischen Spektren wurden festgestellt.
Statistiken seit Mai 2025
Im Zeitraum bis zum 30. Juni 2026 wurden 12.566 unerlaubte Einreisen registriert, davon 9.573 aus Österreich und 2.993 aus Tschechien. Die Rückweisungen und Rückschiebungen beliefen sich auf 8.624, wobei 7.765 aus Österreich und 859 aus Tschechien stammten. Zudem wurden 546 Personen gemäß § 18 (2) AsylG zurückgewiesen, darunter 529 aus Österreich und 17 aus Tschechien.
Zusätzliche Informationen
Die Kontrollen betreffen auch die Landgrenzen zu Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Dänemark. An den übrigen Landgrenzen, wie Polen, Tschechien, Österreich und der Schweiz, wurden die Kontrollen bereits zuvor eingeführt. Diese Maßnahmen dienen dem Schutz der inneren Sicherheit und der Reduzierung irregulärer Sekundärmigration.
Die veröffentlichten Daten stammen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik der Bundespolizei bis einschließlich Mai 2026 und können sich aufgrund von Nacherfassungen oder Qualitätssicherungsmaßnahmen geringfügig ändern. Die Zahlen für Juni 2026 basieren auf einem Sondermeldedienst.
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Quellen: presseportal, Süddeutsche Zeitung, t-online
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