30.03.2026 – 13:59
Bundespolizeidirektion Berlin
Berlin – Friedrichshain-Kreuzberg (ots)
Am Samstagabend nahm die Bundespolizei am Bahnhof Berlin-Ostkreuz eine 26-jährige Frau sowie einen 33-jährigen Mann vorläufig fest, nachdem die Frau zuvor eine Glasscheibe in einer S-Bahn beschmiert hatte und ihr Begleiter einen Polizisten bedrohte.
Gegen 19:30 Uhr beobachtete ein im Dienst befindlicher Bundespolizist, wie die 26-Jährige in einer S-Bahn der Linie 7 mit einem Faserstift eine Glasscheibe verunreinigte. Der Beamte sprach die Frau an und stellte sich als Polizist vor, was sie mit Beleidigungen quittierte. Ihr Begleiter, der 33-Jährige, bemerkte dies und trat an den Polizisten heran. Er hielt ihm ein Tierabwehrspray vor das Gesicht und drohte ihm verbal. Anschließend sprühte der Mann wahllos mit dem Spray in der S-Bahn, wodurch ein 19-jähriger Passant verletzt wurde.
Nach dem Halt der S-Bahn am Bahnhof Berlin-Ostkreuz kam es zu einem Angriff der Frau auf den Beamten und dessen 25-jährigen Kollegen, der die Angreiferin zu Boden brachte. Auch während der Festnahme durch die uniformierten Einsatzkräfte der Bundespolizei leistete die Frau Widerstand und versuchte, sich gegen die Maßnahmen zu wehren. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten neben dem Faserstift auch einen Schlagring und einen Feuerwerkskörper bei ihr. Diese Gegenstände sowie das Tierabwehrspray des Begleiters wurden sichergestellt.
Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen Verdachts auf Sachbeschädigung, Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Verstoß gegen das Waffengesetz gegen die Frau eingeleitet. Ähnliche Vorfälle, wie Angreifer prügeln Ticket-Kontrolleur ins Krankenhaus, werfen ein Licht auf die zunehmende Gewalt gegen Ordnungshüter.
Gegen den 33-jährigen Schweizer wurden Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung, gefährlicher Körperverletzung und tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte eingeleitet. In der polizeilichen Kriminalstatistik zeigt sich, dass Berlin so sicher ist wie seit 10 Jahren, dennoch gibt es immer wieder besorgniserregende Vorfälle.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden beide Personen wieder auf freien Fuß gesetzt. Solche Ereignisse erinnern an die Berichterstattung über einen Berliner Jugendklub, der in der Vergangenheit in ähnliche Skandale verwickelt war.
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