Ratzeburg, 23. März 2026 – Im Kreis Herzogtum Lauenburg kam es am vergangenen Wochenende zu vier Vorfällen von Fahrten unter Alkoholeinfluss, wobei zwei dieser Fälle in Verkehrsunfällen mündeten. Ein Beteiligter erlitt dabei schwere Verletzungen.
Unfall auf der A 24
Am Samstagabend, gegen 18:55 Uhr, ereignete sich ein Verkehrsunfall auf der Autobahn 24 zwischen den Anschlussstellen Hornbek und Gudow. Ein 51-jähriger Ukrainer aus Berlin war mit einem Ford auf dem linken Fahrstreifen in Richtung Berlin unterwegs. Er näherte sich einem 36-jährigen Berliner, der in einem VW-Lkw fuhr und gerade ein Fahrzeug auf dem rechten Fahrstreifen überholte. Der Lkw-Fahrer beabsichtigte, nach dem Überholen auf den rechten Fahrstreifen zu wechseln, als der Ford-Fahrer bereits zum Überholen ansetzte.
In der Folge kam der Ford zunächst nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte mit der Mittelschutzplanke. Der Fahrer verlor die Kontrolle über das Fahrzeug, geriet ins Schleudern und prallte mit dem Heck des VW Crafters zusammen. Anschließend überquerte der Ford den rechten Fahr- und Standstreifen, durchbrach den Wildschutzzaun und kam im Gebüsch zum Stillstand. Der 51-Jährige wurde schwer verletzt und musste mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei stellte Hinweise auf einen möglichen Alkoholkonsum fest und ordnete eine Blutentnahme an, ein Atemalkoholtest war nicht durchführbar. Der 36-jährige Lkw-Fahrer blieb unverletzt, an beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden.
Kontrolle in Schwarzenbek
In der Nacht zum 22. März 2026, kurz nach Mitternacht, wurde ein 35-jähriger Rumäne aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg von der Polizei gestoppt. Eine aufmerksame Verkehrsteilnehmerin hatte zuvor den Notruf gewählt und die auffällige Fahrweise eines VW Golf auf der B207 zwischen Brunstorf und Schwarzenbek gemeldet. Bei der Kontrolle in der Hamburger Straße in Schwarzenbek ergaben sich Anhaltspunkte für einen möglichen Alkoholkonsum. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,70 Promille. Daraufhin ordneten die Beamten eine Blutentnahme an und untersagten dem Mann die Weiterfahrt, zudem wurde sein Führerschein sichergestellt.
Unfall in Mölln
Wenig später, gegen 01:30 Uhr, kam es in der Harnackstraße in Mölln zu einem weiteren Verkehrsunfall. Eine 40-jährige Deutsche aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg kollidierte aus bislang ungeklärter Ursache beim Ausparken mit einer Mauer. Einige hundert Meter vom Unfallort entfernt blieb ihr BMW aufgrund der Schäden nicht mehr fahrbereit stehen. Zeugen, die die Situation als merkwürdig empfanden, informierten die Polizei. Bei der Sachverhaltsaufnahme erhielten die Beamten Hinweise auf einen möglichen Alkoholeinfluss der Fahrerin. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen vorläufigen Wert von 1,24 Promille. Auch hier wurde eine Blutentnahme angeordnet und der Führerschein der Frau beschlagnahmt.
Verdacht an Tankstelle
Am Sonntagabend, gegen 18:50 Uhr, meldete sich erneut eine Zeugin bei der Polizei, da sie an einer Tankstelle in Schwarzenbek den Verdacht der Trunkenheit bei einem Skoda-Fahrer hatte. Die sofort eingesetzten Beamten führten auf dem Tankstellengelände in der Hamburger Straße eine Kontrolle durch. Der 47-jährige Kroate wies Auffälligkeiten auf, weshalb ein freiwilliger Atemalkoholtest durchgeführt wurde, der ein Ergebnis von 2,45 Promille ergab. Auch ihm wurde die Weiterfahrt untersagt und sein Führerschein sichergestellt.
Alle vier Tatverdächtigen müssen sich nun in entsprechenden Ermittlungsverfahren verantworten.
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