Am Abend des 31. August 2026 kam es in Hamburg-Bahrenfeld zu einem schweren Unfall, bei dem ein 42-jähriger Fahrradfahrer verletzt wurde. Der Mann wartete auf einer Verkehrsinsel, als er von einem Pkw erfasst wurde. Der Fahrer des Fahrzeugs hatte zuvor versucht, sich einer Verkehrskontrolle durch die Polizei Schleswig-Holstein zu entziehen und wird nun vor einem Haftrichter erscheinen.
Nach ersten Informationen hatte eine Autofahrerin der Polizei Schleswig-Holstein gemeldet, dass vier Personen in Norderstedt in ein Fahrzeug stiegen, das den Anschein erweckte, als wären sie berauscht. Der betreffende Pkw fuhr anschließend auf die Bundesautobahn 7 und in Richtung Hamburg.
Eine Streifenwagenbesatzung der Polizei Schleswig-Holstein konnte den Audi Kombi an der Anschlussstelle Hamburg-Schnelsen Nord ausfindig machen. Der Fahrer reagierte jedoch nicht auf die Anhaltesignale und setzte seine Fahrt mit hoher Geschwindigkeit fort. Kurz darauf verließ er die Autobahn an der Anschlussstelle Hamburg-Volkspark und bog in die Schnackenburgallee ab.
Die Polizei Schleswig-Holstein verfolgte das Fahrzeug und forderte Unterstützung von weiteren Streifenwagen der Polizei Hamburg an. Auch ein Polizeihubschrauber wurde zur Unterstützung eingesetzt.
Im Kreuzungsbereich Bornkampsweg/Holstenkamp verlor der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug, wodurch der Pkw ins Schleudern geriet und die Verkehrsinsel überfuhr, auf der der 42-jährige Fahrradfahrer wartete. Der Zusammenstoß führte zu lebensgefährlichen Verletzungen des Radfahrers, der umgehend von einem Rettungswagen und einem Notarzt in ein Krankenhaus gebracht wurde. Sein Zustand konnte dort stabilisiert werden.
Der Fahrer des Audi, ein 38-jähriger polnischer Staatsangehöriger, blieb unverletzt und wurde vorläufig festgenommen. Es besteht der Verdacht, dass er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war und unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln fuhr.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Fahrer in das Untersuchungsgefängnis Hamburg gebracht. Die Entscheidung über einen Haftbefehl steht noch aus. Der Audi Kombi wurde durch den Unfall stark beschädigt und ist nicht mehr fahrbereit. Die Mitfahrenden blieben unverletzt.
Die Ermittlungen werden von der Verkehrsdirektion Innenstadt/West (VD 22) weitergeführt.
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Quellen: presseportal, tagesschau, t-online
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