Im historischen Vergleich stellt das jüngste Unwetter in Süddeutschland einen der heftigsten Wetterereignisse dar, die die Region in den letzten Jahren erlebt hat. Am Dienstagabend, dem 15. Juli 2026, kam es zu einem massiven Starkregen, der die Städte Nürnberg, Fürth und Erlangen sowie die umliegenden Landkreise Nürnberger Land und Erlangen-Höchstadt stark in Mitleidenschaft zog.
Unwetter führt zu Rekordnotrufen
Die integrierte Leitstelle der Feuerwehr Nürnberg verzeichnete in nur fünf Stunden über 3000 Notrufe, was einen neuen Rekord darstellt. Aufgrund der enormen Anzahl an Meldungen mussten zahlreiche Feuerwehrmitarbeiter aus dem Feierabend geholt werden, um die Situation zu bewältigen. Die Einsatzkräfte waren bis spät in die Nacht hinein gefordert, da zu diesem Zeitpunkt noch rund 200 Einsätze offen waren.
Folgen des Starkregens
Die Auswirkungen des Unwetters waren verheerend. Die Feuerwehr berichtete von zahlreichen Einsätzen, die sich auf umgestürzte Bäume, vollgelaufene Keller und überflutete Straßen konzentrierten.
„Die Einsatzschwerpunkte lagen in Summe insbesondere bei umgestürzten Bäumen, vollgelaufenen Kellern, überfluteten Straßen und Straßenzügen sowie abgedeckten oder beschädigten Dächern“,
erklärte ein Sprecher der Feuerwehr Nürnberg. Darüber hinaus mussten die Einsatzkräfte auch bei Verkehrsunfällen eingreifen, die durch die extremen Wetterbedingungen verursacht wurden.
Verletzte und Schäden
Insgesamt wurden mehrere Personen verletzt, darunter eine Person, die in Nürnberg von einem umstürzenden Baum getroffen wurde und mit schweren Verletzungen in eine Klinik eingeliefert werden musste. Die Feuerwehr war in Nürnberg etwa 300 Mal im Einsatz, während in Erlangen rund 200 und in Fürth etwa 190 Einsätze registriert wurden. Auch in den Landkreisen Erlangen-Höchstadt und Nürnberger Land kam es zu weiteren Einsätzen.
Beeinträchtigungen am Flughafen
Die Folgen des Unwetters waren auch am Flughafen Nürnberg spürbar. Der Flugbetrieb musste aufgrund der extremen Wetterbedingungen für etwa anderthalb Stunden eingestellt werden. Einsatzkräfte waren damit beschäftigt, umgestürzte Bäume zu beseitigen und Schäden an Dächern sowie Wasserschäden zu beheben. Insgesamt wurden drei Flüge umgeleitet und vier weitere verspäteten sich. Auch die Polizei Mittelfranken war mit rund 200 Einsätzen beschäftigt, die sich hauptsächlich auf umgestürzte Bäume und vollgelaufene Keller konzentrierten.
Die Situation bleibt angespannt, und die Einsatzkräfte sind weiterhin im Dauereinsatz, um die Folgen des Unwetters zu bewältigen.
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Quellen: Bild