Am 3. Juli 2026 um 08:00 Uhr informierte das Hauptzollamt München über die Sicherstellung von etwa 130 Kilogramm artengeschütztem Getränkepulver, das Orchideenextrakt enthält. Die Zöllner des Zollamts Garching-Hochbrück entdeckten das sogenannte „Salep-Pulver“ während einer Kontrolle eines Lkw, der aus der Türkei eingereist war.
Orchideen sind gemäß dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) als streng geschützte Pflanzen klassifiziert. Dies betrifft auch die Extrakte und Produkte, die aus diesen Pflanzen gewonnen werden. Die Einfuhr solcher Waren erfordert eine Genehmigung und unterliegt der Verordnung (EG) Nr. 338/97 innerhalb der Europäischen Union.
Der Importeur konnte keine erforderliche Einfuhrgenehmigung vorlegen, was zur Beschlagnahmung der Ware durch den Zoll führte. Zudem wurde ein Strafverfahren eingeleitet, da der Verdacht eines Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz besteht.
Für die Herstellung von Salep-Produkten werden die Knollen von Orchideen verwendet, was zur vollständigen Zerstörung der Pflanzen führt. Viele der betroffenen Arten sind bereits stark gefährdet. In Deutschland sowie in mehreren Nachbarländern werden derzeit keine Einfuhrgenehmigungen für Produkte, die Salep enthalten, erteilt.
Der Zoll überwacht den grenzüberschreitenden Warenverkehr und stellt sicher, dass die gesetzlichen Bestimmungen zur Ein- und Ausfuhr eingehalten werden. Geschützte Tiere, Pflanzen und deren Erzeugnisse werden bei fehlenden Genehmigungen sichergestellt, unabhängig davon, ob die Einfuhr privat oder gewerblich erfolgt.
Für Interessierte am Beruf des Zöllners findet am 10. Oktober 2026 eine Informationsveranstaltung unter dem Motto „Wir sind der Zoll in München“ statt. Diese Gelegenheit ermöglicht es, sich vor Ort zu informieren. Die Veranstaltung findet in der Landsberger Straße 124 statt, und Anmeldungen sind unter presse.hza-muenchen@zoll.bund.de möglich.
Rückfragen können an das Hauptzollamt München gerichtet werden, insbesondere an den Pressesprecher Thomas Meister unter der Telefonnummer 089 – 975 90717 oder per E-Mail an Thomas.Meister2@zoll.bund.de.
Quellen: presseportal
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