Bundespolizei ermittelt nach gewalttätigen Vorfällen in München
Nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen am Sonntag, den 14. Juni, äußerte ein Sprecher der Bundespolizei, dass die Vorfälle „äußerst bedauerlich“ seien und die Ermittlungen mit Hochdruck vorangetrieben werden. An zwei verschiedenen Bahnhöfen in München kam es zu körperlichen Übergriffen, die nun die Aufmerksamkeit der Ermittlungsbehörden auf sich ziehen.
Angriff am Bahnhof München-Laim
In der Nacht von Samstag auf Sonntag, gegen 00:55 Uhr, wurde die Bundespolizei über eine körperliche Auseinandersetzung in der Unterführung des Bahnhofs München-Laim informiert. Vor Ort trafen die Beamten auf einen 56-jährigen Mann aus München, der schwere Gesichtsverletzungen erlitten hatte. Zwei Tatverdächtige, ein 20-Jähriger aus München und ein 22-Jähriger aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck, wurden ebenfalls angetroffen.
Nach ersten Erkenntnissen filmte der 22-Jährige zunächst den Geschädigten mit seinem Mobiltelefon, bevor er ihn angriff. Beide Verdächtigen sollen den 56-Jährigen anschließend mehrfach geschlagen und getreten haben. Der Geschädigte zog sich eine Nasenbeinfraktur zu und musste zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
Die Auswertung der Videoüberwachung bestätigte die Vorwürfe gegen die Tatverdächtigen. Das Mobiltelefon des 22-Jährigen wurde als Beweismittel sichergestellt. Bei freiwilligen Atemalkoholtests wurden Werte von 2,3 und 1,6 Promille festgestellt. Zudem ergaben Drogenschnelltests positive Ergebnisse. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft München I wurden Blutentnahmen durchgeführt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden alle Beteiligten wieder auf freien Fuß gesetzt.
Schlägerei am Ostbahnhof
Am Sonntagabend, gegen 18:50 Uhr, informierte ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn die Bundespolizei über eine körperliche Auseinandersetzung am Haupteingang des Münchner Ostbahnhofs. Mehrere Streifen der Bundespolizei begaben sich umgehend zur Einsatzstelle. Dort trafen sie auf zwei Gruppen mit insgesamt sieben Personen.
Die erste Gruppe bestand aus drei ukrainischen Staatsangehörigen im Alter von 17, 23 und 50 Jahren aus dem Landkreis Erding. Die zweite Gruppe setzte sich aus zwei weiteren ukrainischen Staatsangehörigen im Alter von 20 und 26 Jahren aus München sowie zwei Zeuginnen im Alter von 41 und 67 Jahren zusammen, die ebenfalls ukrainische Staatsangehörige waren.
Die Auseinandersetzung begann mit einem verbalen Streit zwischen einem 17-Jährigen und einem 26-Jährigen, der schnell in eine körperliche Konfrontation überging. Es kam zu wechselseitigen Schlägen und Tritten, wobei mehrere Personen leichte Verletzungen wie Schürfungen und Rötungen erlitten. Zwei Männer im Alter von 20 und 26 Jahren wurden durch den Rettungsdienst untersucht und begaben sich anschließend eigenständig in ärztliche Behandlung.
Die Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen und prüft den genauen Ablauf der Ereignisse. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden alle Beteiligten wieder auf freien Fuß entlassen.
Über die Bundespolizeiinspektion München
Die Bundespolizeiinspektion München ist für die Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der Deutschen Bahn sowie im größten deutschen S-Bahnnetz zuständig. Dieses umfasst über 210 Bahnhöfe und Haltepunkte auf einer Strecke von 440 Kilometern. Der Zuständigkeitsbereich erstreckt sich über die Landeshauptstadt München und die angrenzenden Landkreise, darunter Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg.
Die Dienststelle befindet sich in der Denisstraße 1, etwa 500 Meter vom Hauptbahnhof entfernt. Weitere Diensträume sind am Ostbahnhof, Hauptbahnhof, in Pasing und Freising vorhanden. Für weitere Informationen stehen die oben genannten Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung.
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Quellen: presseportal, Handelsblatt
Bildquelle: Depositphotos