Die dreijährige Bella ist ertrunken, wie die Obduktion ergeben hat. Ihr Leichnam wurde in einem Pool entdeckt. Die Polizei gab mittlerweile zu, dass der Pool, entgegen früherer Behauptungen, nicht untersucht wurde.
Michael Bimler, Oberstaatsanwalt und Sprecher der Staatsanwaltschaft Kiel, erklärte, dass die Obduktion keine Anzeichen für eine Gewalttat erbracht habe. Informationen über den genauen Todeszeitpunkt stehen derzeit noch aus.
Fehler bei der polizeilichen Suche
Die Polizei teilte mit, dass bei der ersten Durchsuchung des Grundstücks, die am Mittwoch um 14 Uhr stattfand, der Pool nicht überprüft wurde. Diese Durchsuchung beschränkte sich auf eine oberflächliche Sichtprüfung des Geländes. Für die entstandene Fehlinformation entschuldigte sich die Polizei und kündigte an, die Hintergründe des Fehlers intern zu klären.
In der darauffolgenden Nacht wurden das Wohnhaus, der Garten und der Pool erneut durchsucht. Der Pool erhielt dabei eine intensivere Prüfung, doch das Kind wurde nicht gefunden. Die Polizei äußerte sich nicht dazu, warum die Suche im Pool erfolglos blieb, und kündigte an, den Vorfall intern zu untersuchen.
Unklare Todesumstände
Die Umstände, unter denen Bella in den Pool geriet, sind weiterhin unklar. Sie wurde am Donnerstagvormittag in einem Garten entdeckt, in dem sich eine poolähnliche Anlage befindet, die zu dem Grundstück ihrer Eltern gehört. Diese hatten Bella zuvor als vermisst gemeldet.
Oberstaatsanwalt Bimler machte deutlich, dass gegen die Eltern derzeit kein Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit dem Tod des Kindes eingeleitet wurde. Dennoch wird ein Todesermittlungsverfahren gemäß Paragraf 159 der Strafprozessordnung durchgeführt, um Beweise zu sichern und zu klären, ob Fremdverschulden vorliegt. Ein endgültiges Ergebnis kann erst nach Abschluss der Untersuchungen bekannt gegeben werden.
Umfangreiche Suchaktion
Bella ist ein autistisches Kind, das zudem seh- und hörgeschädigt ist. Ihre Eltern meldeten sie am Mittwochmittag als vermisst. Eine Vielzahl von Polizisten, Feuerwehrleuten und Anwohnern suchte bis in die frühen Morgenstunden des Donnerstags nach dem Mädchen. Die Suche wurde auch von einem Hubschrauber und Drohnen unterstützt.
Um 7 Uhr setzten die Einsatzkräfte der Polizeidirektion Kiel sowie der Bereitschaftspolizei aus Eutin die Suche fort. Gegen 9:30 Uhr wurde das tote Kind entdeckt. Die Polizei nannte keine genauen Zahlen über die eingesetzten Kräfte, jedoch waren neben der Polizeidirektion Kiel auch Freiwillige Feuerwehren und eine Diensthundestaffel an der Suche beteiligt.
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Quellen: Focus, RTL
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