Berlin – Mitte (ots)
Am Mittwochabend kam es am Bahnhof Gesundbrunnen zu einer wechselseitigen Körperverletzung, die von der Bundespolizei zur Festnahme zweier Männer führte.
Gegen 18 Uhr beobachteten die Einsatzkräfte der Bundespolizei eine körperliche Auseinandersetzung zwischen zwei Männern auf dem Vorplatz des Bahnhofs. Die Beamten trennten die beiden kenianischen Staatsangehörigen im Alter von 23 und 28 Jahren und nahmen sie vorläufig fest. Eine Auswertung von Videoaufnahmen zeigte, dass der 28-Jährige den 23-Jährigen nach einem Streit zu Boden brachte, ihn mehrfach gegen den Kopf trat und in einen Finger biss. Der Angegriffene wehrte sich und stieß den Angreifer von sich.
Der 23-Jährige erlitt leichte Verletzungen am Finger und lehnte eine medizinische Behandlung durch den Rettungsdienst ab. Eine freiwillige Atemalkoholkontrolle bei dem 28-Jährigen ergab einen Wert von 3,37 Promille. Die Staatsanwaltschaft Berlin ordnete bei beiden Männern eine Blutentnahme an.
Auf dem Weg zu den Dienststellen spuckte und griff der 23-Jährige die Beamten an, die jedoch unverletzt blieben.
Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung gegen den 28-Jährigen ein. Gegen den 23-Jährigen wird wegen Körperverletzung, Beleidigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie tätlichen Angriffs ermittelt. Ähnliche Vorfälle, wie als Angreifer einen Ticket-Kontrolleur ins Krankenhaus prügeln, werfen Fragen zur Sicherheit im öffentlichen Raum auf.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden beide Männer wieder auf freien Fuß gesetzt.
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