In Köln wird am kommenden Samstag eine Demonstration stattfinden, die sich mit dem Thema digitale Gewalt auseinandersetzt. Unter dem Motto „Gegen Patriarchale Gewalt“ haben die Organisatoren, eine Privatperson, die Veranstaltung angemeldet. Laut einem Polizeisprecher werden bis zu 500 Teilnehmer erwartet, die von 13 bis 15 Uhr vom Rudolfplatz zum Hans-Böckler-Platz ziehen werden.
Der Anlass für die Demonstration ist die öffentliche Debatte, die durch die schweren Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren ehemaligen Partner, den Schauspieler Christian Ulmen, ausgelöst wurde. Diese Vorwürfe wurden zuerst von einem Nachrichtenmagazin veröffentlicht. Der Aufruf zur Teilnahme an der Demonstration verbreitete sich schnell über soziale Medien.
In Berlin fand am vergangenen Wochenende bereits eine große Demonstration statt, bei der mehr als 10.000 Menschen gegen sexualisierte digitale Gewalt protestierten. Collien Fernandes hat in der Zwischenzeit ihre Dreharbeiten für eine TV-Serie unterbrochen und ist nach Deutschland zurückgekehrt, um mit Politikerinnen über das Thema zu sprechen.
Die Vorwürfe von Collien Fernandes haben auch rechtliche Konsequenzen. Sie hat auf Mallorca Anzeige erstattet, was von einer Justizsprecherin auf der Insel bestätigt wurde. Das Verfahren befindet sich derzeit in einem frühen Stadium. Christian Ulmen, der die Unschuldsvermutung genießt, hat angekündigt, rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung einzuleiten, da er diese als unzulässige Verdachtsberichterstattung ansieht.
In der Debatte hat sich auch die Kölner Sängerin Sarah Engels zu Wort gemeldet. Sie sprach über ihre eigenen Erfahrungen und warnte vor einem bestimmten Männertyp, den sie als „gefährlichsten Männer“ bezeichnete. Diese Äußerungen fügen sich in die laufende Diskussion um digitale Gewalt und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft ein.
Bildquelle: Depositphotos