Nachrichten aus Deutschland, Europa und der Welt

Aktuelles Echo

Ermittlungen gegen Kölner Ratsmitglied Roberto Campione wegen Insolvenzdelikten

Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt gegen den Kölner Ratsherren Roberto Campione wegen Insolvenzdelikten und Bankrottstraftaten im Zusammenhang mit dem Parkcafé im Rheinpark. Der Verdacht basiert auf E-Mails, die darauf hindeuten, dass Campione Einnahmen nicht ordnungsgemäß an den Insolvenzverw…

Ermittlungen gegen Kölner Ratsmitglied Roberto Campione wegen Insolvenzdelikten
depositphotos

Die Kölner Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen Roberto Campione, ein Ratsmitglied und ehemaliger Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters, eingeleitet. Diese Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit dem Parkcafé im Rheinpark in Deutz.

Die Staatsanwaltschaft hat den Anfangsverdacht auf Insolvenzdelikte und Bankrottstraftaten geäußert. Die Identität der betroffenen Personen wurde nicht offiziell bestätigt, jedoch wird gegen Campione und eine weitere Person ermittelt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte, dass die Ermittlungen aufgrund der Schließung eines Gastronomiebetriebs auf der rechten Rheinseite eingeleitet wurden, wobei der Verdacht auf Insolvenzdelikte und mutmaßliche Bankrottstraftaten besteht.

Die Ermittlungen wurden offenbar durch E-Mails angestoßen, die darauf hindeuten, dass Campione Einnahmen nicht ordnungsgemäß an den Insolvenzverwalter weitergeleitet haben könnte. Im Mittelpunkt steht eine Veranstaltung, die im vergangenen Jahr im Parkcafé im Rahmen der Kölner Lichter stattfand.

Roberto Campione hatte das Parkcafé im Sommer 2022 gepachtet, nachdem die Stadt Köln das Gebäude aus den 1950er-Jahren umfassend saniert hatte. Die Betreiberfirma, die Parkcafé GmbH & Co. KG, meldete im Mai Insolvenz an, und das Verfahren wurde im Juli eröffnet.

Der Anwalt von Campione, Christian Kerner, äußerte sich zu den Vorwürfen, ohne ins Detail zu gehen, und verwies auf das laufende Insolvenzverfahren. Er betonte, dass alle Entscheidungen bezüglich der Veranstaltungen des Parkcafés ausschließlich durch den Insolvenzverwalter getroffen wurden. Campione werde sich nicht zu den Vorwürfen äußern, solange die rechtlichen Fragen geklärt werden.

Die möglichen Strafen für die vorgeworfenen Delikte reichen von Geldstrafen bis hin zu Freiheitsstrafen. Bei Verstößen gegen die Insolvenzordnung kann eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren verhängt werden, während bei Bankrottstraftaten die Strafe bis zu fünf Jahre betragen kann. Derzeit befinden sich die Ermittlungen jedoch noch in einem frühen Stadium, und für Campione sowie die andere betroffene Person gilt die Unschuldsvermutung.

Roberto Campione hatte sich in den Jahren 2020 und 2025 um das Amt des Oberbürgermeisters beworben, jedoch ohne Erfolg. Seit 2025 ist er als einziges Mitglied der Kölner Stadt-Gesellschaft im Stadtrat tätig. Um eine Fraktion zu bilden, hat er sich mit der FDP zusammengeschlossen. Die politische Landschaft verändert sich ständig.

Ein Pressesprecher der FDP/KSG-Fraktion äußerte, dass Vorverurteilungen während der laufenden Verfahren nicht angebracht seien und die Unschuldsvermutung gelte. Die Zusammenarbeit mit Campione und den Mitgliedern der Wählergemeinschaft sei produktiv und kollegial.

Ob Campione im Falle einer Verurteilung sein Ratsmandat abgeben muss, ist unklar. Laut Paragraf 45 des Strafgesetzbuches verliert eine Person ihre Wählbarkeit, wenn sie zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr oder mehr verurteilt wird. Eine explizite Aberkennung der Wählbarkeit durch das Gericht oder ein Ratsbeschluss könnte jedoch erforderlich sein. Ähnlich wie im Fußball, wo die Kritik oft schnell kommt.

Zusätzlich gibt es Berichte über einen Fan, der eine lange Reise ins falsche Stadion unternahm, was die Diskussion über Verantwortlichkeiten und Entscheidungen in der Öffentlichkeit anheizt.

Mehr zum Thema:


„`

Bildquelle: depositphotos

Artikel teilen:

Empfehlungen für dich.