Der Feierabendmarkt „Meet and Eat“ am Rudolfplatz in Köln wird nach über zehn Jahren eingestellt. Die letzte Veranstaltung findet am Donnerstag, dem 26. März, statt. Der Grund für die Schließung liegt in einer rechtlichen Angelegenheit, die für viele Beteiligte überraschend kommt.
Die Stadt Köln hat entschieden, dass der Markt seinen Status als Wochenmarkt verloren hat. In den letzten Jahren bestand das Angebot überwiegend aus gastronomischen Ständen, während frische Produkte wie Obst, Gemüse oder Blumen kaum noch vertreten waren. Diese Entwicklung ist entscheidend, da auf Wochenmärkten nur selbst erzeugte Lebensmittel und Getränke verkauft werden dürfen. Der Verkauf von Cocktails und Bier durch Händler war auf dem Rudolfplatz jedoch gängige Praxis.
Überarbeitung des Marktkonzepts seit Herbst 2025
Der Veranstalter Agrar-Konzept äußerte sich enttäuscht über die Entscheidung der Stadt. Geschäftsführer David Frahsek erklärte, dass man seit Herbst 2025 an einem überarbeiteten Konzept gearbeitet habe, um zusätzliche Marktstände zu integrieren. Der Ausschank von Alkohol habe stets auf Grundlage behördlicher Einzelgenehmigungen stattgefunden. Frahsek kritisierte, dass die Stadt kein Konzept zur Fortführung des bestehenden Marktes ausgeschrieben habe und kündigte an, Widerspruch gegen die Entscheidung einzulegen.
Die Deutsche Marktgilde wird künftig den Betrieb am Rudolfplatz übernehmen und plant, ein klassisches Wochenmarktsortiment anzubieten, ergänzt durch Speisen zum sofortigen Verzehr. Der neue Markt soll nach den Osterferien starten. Unterstützer des „Meet and Eat“ haben bereits eine Petition initiiert, um den Erhalt des Marktes zu fordern.
Bildquelle: Depositphotos