Die Kölner Kabarettistin Ingrid Kühne wird auf Instagram mit heftigen Beleidigungen konfrontiert. Die Künstlerin, die viele Jahre im Kölner Karneval aktiv war, möchte sich nicht einfach damit abfinden und denkt über mögliche Konsequenzen nach.
Hasskommentare im Internet sind für viele Menschen, unabhängig von ihrem Bekanntheitsgrad, leider weit verbreitet. Auch Ingrid Kühne sieht sich mit solchen Angriffen konfrontiert. Ein besonders unangenehmes Beispiel teilt sie nun auf ihrem Instagram-Profil mit ihren Followern.
Am Montag postete Kühne ein KI-generiertes Bild von sich, das sie in Schwarz-Weiß lachend im Regen zeigt. Ein Kommentar unter diesem Bild nahm die Form einer verbalen Attacke an: „Einfach ekelhaft die dicke Schlange“. Kühne kontaktierte den Nutzer daraufhin und beschreibt die Antwort als „leider auch nicht gerade freundlich“. Sie äußert: „Manchmal platzt auch mir der Kragen, wenn man sich solche unverschämten Beleidigungen gefallen lassen muss!“
Reaktion auf die Beleidigungen
Nachdem Kühne den Kommentator als „Blödmann“ bezeichnete und ihn aufforderte, einfach weiter zu scrollen, erhielt sie eine private Nachricht mit weiteren Beleidigungen. Screenshots dieser Nachrichten zeigen, dass der Nutzer sie mehrfach als „dicke Schlampe“ bezeichnete und behauptete, niemand wolle sie im Fernsehen sehen.
Nach mehreren beleidigenden Nachrichten blockierte Kühne den Nutzer, was für sie eine Ausnahme darstellt. Sie erklärt, dass sie es nicht hinnehmen kann, sich so massiv beleidigen zu lassen. „Es ist unglaublich, was man auf seinem eigenen Profil alles an Frechheiten, Unverschämtheiten und dämlichen Kommentaren tagtäglich ertragen muss“, so die Kabarettistin. Sie ist sich bewusst, dass sie nicht jedem gefallen kann, betont jedoch, dass die betreffenden Personen nicht gezwungen sind, ihre Beiträge zu lesen oder bösartig zu kommentieren.
Unterstützung von Kollegen
Kühne überlegt, sich aufgrund solcher Nachrichten möglicherweise ganz aus den sozialen Medien zurückzuziehen. In der Zwischenzeit erhält sie Unterstützung von Fans und Kollegen auf Instagram. Der Hundetrainer und Moderator Martin Rütter äußert sich in den Kommentaren zu ihrem Beitrag und sagt: „Ich finde es richtig, dass du es öffentlich machst. Aber unabhängig davon: Danke für die vielen lustigen, tollen Momente, die du uns allen bereitest.“
Karriere von Ingrid Kühne
Ingrid Kühne begann ihre Karriere als Büttenrednerin im Karneval im Jahr 1998. Ihren Durchbruch in die erste Liga erlangte sie 2014 mit dem Sieg als „Rampensau“ beim WDR und 2016 mit ihrem ersten Auftritt bei der ZDF-Mädchensitzung. Im Oktober 2025 gab Kühne bekannt, dass sie sich nach rund 15 Jahren aus dem Karneval zurückziehen wird. Dennoch plant die 57-Jährige, weiterhin als Kabarettistin auf der Bühne aktiv zu bleiben. In diesem Zusammenhang könnte auch die Diskussion um Laura Müller von Interesse sein, die ebenfalls mit öffentlicher Kritik konfrontiert wurde.
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Bildquelle: Depositphotos