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Köln: Zunahme invasiver Gänsearten sorgt für Herausforderungen

In Köln breitet sich die invasive Nilgans rasant aus, während die Population der Kanadagänse stabil bleibt. Die Stadt setzt Maßnahmen wie das Entnehmen von Eiern und die Aufstellung von Brutkästen ein, um die Bestände zu regulieren.

Köln: Zunahme invasiver Gänsearten sorgt für Herausforderungen
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Im Kölner Stadtgebiet sind die Nil- und Kanadagänse weiterhin ein Problem an den Gewässern. Die Stadt hat verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Bestände dieser invasiven Arten zu regulieren und deren Ausbreitung zu verhindern. Während die Population der Kanadagänse mittlerweile stabil ist, nimmt die Zahl der Nilgänse seit Jahren kontinuierlich zu.

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Zu den eingesetzten Methoden gehört das gezielte Entnehmen von Eiern aus den Nestern, was sich als effektive Strategie zur Bestandskontrolle erwiesen hat. Bei den Kanadagänsen, die ihre Nester am Boden anlegen, ist dies relativ einfach umzusetzen. Bei den Nilgänsen gestaltet sich dies jedoch schwieriger, da ihre Gelege häufig in Baumkronen zu finden sind und somit schwer erreichbar sind.

Nilganspopulation in Köln wächst weiter

Im vergangenen Jahr wurden allein bei den Kanadagänsen 300 Eier aus Nestern entnommen, was dazu beitrug, den Bestand seit 2023 stabil zu halten. Für die Nilgänse plant die Stadt im Rahmen eines Pilotprojekts, Brutkästen an mehreren Standorten aufzustellen, um den Tieren geeignete Nistmöglichkeiten zu bieten. Diese Kästen sollen unter anderem am Ostasiatischen Museum, auf dem Melaten Friedhof, am Hörsaalgebäude, am Clarenbachkanal sowie an der Liebfrauenschule und dem Apostelgymnasium platziert werden. Nach der Aufstellung der Kästen wird evaluiert, ob die Nilgänse diese annehmen und ob sich der Bestand dadurch besser kontrollieren lässt.

Problematik durch Kot und Aggressivität

Ein zentrales Problem, das die Stadt Köln mit diesen Gänsearten hat, ist die große Menge an Kot, die sie hinterlassen. Zudem zeigen Nilgänse in der Nähe ihrer Nester ein aggressives Verhalten und können Menschen unter Umständen angreifen, wenn sie sich bedroht fühlen. Außerhalb des innerstädtischen Bereichs dürfen Kanada- und Nilgänse unter strengen Auflagen außerhalb der Brutzeiten (1. Februar bis 16. Juli) gejagt werden. Jährlich werden in Köln etwa 150 Kanadagänse und 230 Nilgänse geschossen. Da diese Tiere als invasive Arten gelten, ist die Stadt verpflichtet, einen Plan zur Populationserhaltung zu entwickeln.

Kritik an der Jagd auf Nilgänse

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) äußert Kritik an der Einstufung der Nilgans als invasive Art. Diese Einstufung basiert auf der Annahme, dass die Nilgans heimische Wasservögel verdrängt. Der Nabu weist darauf hin, dass es keine eindeutigen Belege für diese Behauptung gibt, weder in der EU-Risikobewertung noch in einer Bewertung des Bundesamts für Naturschutz für Deutschland. Stattdessen gibt es mittlerweile Studien, die belegen, dass die Nilgans sich in Deutschland ansiedeln kann, ohne negative Auswirkungen auf andere Arten zu haben. Der Nabu lehnt daher die Jagd auf Nilgänse zur Bestandskontrolle ab.

Die Nilgans hat ihren Ursprung im nördlichen Afrika und wurde von englischen und niederländischen Händlern nach Europa gebracht. Ausgesetzte Tiere haben zur Ausbreitung der Nilgans in Europa beigetragen. Für einen aktuellen Bericht über die Kanarischen Inseln und einen Wochenendausflug von Köln finden Sie hier weitere Informationen.

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Bildquelle: depositphotos

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