Ludwig Sebus, eine bedeutende Persönlichkeit des Kölner Karnevals, begeht am 5. September seinen 101. Geburtstag. Anlässlich dieses besonderen Ereignisses äußert er deutliche Kritik an seiner Heimatstadt Köln. Sebus beschreibt die Stadt als „zu lahm und zu dreckig geworden“ und bemängelt, dass es vor allem Verbote und Ablehnungen gebe, die schnell umgesetzt würden.
Der Sänger und Komponist plant, seinen Geburtstag mit etwa 120 Gästen zu feiern, darunter enge Freunde und Weggefährten. Auch der Oberbürgermeister von Köln, Torsten Burmester, hat sich angekündigt. Sebus zeigt sich positiv gegenüber Burmester und erkennt an, dass dieser die Probleme der Stadt wahrnimmt und realistisch damit umgeht.
Besonders stört Sebus das neue Eintrittssystem für den Kölner Dom. Er bezeichnet die Regelungen als „schockierend und Blödsinn“. Zudem kritisiert er den Umgang mit Suchtkranken, die seiner Meinung nach in ein „Ghetto“ verbannt werden sollen.
Gesundheitliche Herausforderungen und gesellschaftliche Unterstützung
Trotz gesundheitlicher Herausforderungen, darunter Krämpfe, Arthrose und Hautkrebs, war Sebus in der vergangenen Karnevalssession auf rund 150 Veranstaltungen präsent. Er betont, dass die Gesellschaft ihm Kraft gibt und ihn aufleben lässt, auch wenn er im letzten Jahr aufgrund einer Krankheit den Auftakt der Karnevalssession verpasste.
Ein lang gehegter Wunsch von Sebus bleibt unerfüllt: Seit seinem 95. Geburtstag wartet er auf die Einweihung eines Brunnens am Deutzer Rheinufer, der ihm versprochen wurde. Er hofft, diesen noch zu Lebzeiten erleben zu dürfen.
Dokumentation und musikalische Pläne
Am Tag seines Geburtstags wird im WDR eine 90-minütige Dokumentation mit dem Titel „Ludwig Sebus – Ein Jahrhundert Mensch“ ausgestrahlt. Der Film begleitet Sebus auf einer Spurensuche durch sein Leben, einschließlich seiner Jugend im Belgischen Viertel und seiner Zeit im Kölner Karneval, sowie Rückblicke auf den Zweiten Weltkrieg.
Sebus schließt nicht aus, in Zukunft ein neues Lied aufzunehmen. Er äußert sich optimistisch und humorvoll, indem er sagt, dass er „noch jung genug“ sei, um dies zu tun.
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Quellen: t-online, WDR, NDR
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