Die Müllproblematik am Rhein sorgt für Unmut in Köln, auch bei Erry Stoklosa, einem ehemaligen Mitglied der Bläck Fööss. In einem Beitrag auf Facebook äußerte er seine Kritik an der Stadtverwaltung.
Nach dem letzten Hochwasser blieb über Wochen Treibgut an den Uferbereichen des Rheins liegen. Als schließlich Reinigungskräfte eintrafen, war der Wasserstand bereits so niedrig, dass sie nicht mehr an die großen Baumstämme und das übrige Treibgut herankamen. Stoklosa, der 72 Jahre alt ist, machte in seinem Facebook-Post auf diese Situation aufmerksam und stellte fest, dass die Reinigungsaktion der Stadt abgebrochen werden musste. Der genaue Ort des gescheiterten Einsatzes wird nicht genannt, es wird jedoch vermutet, dass es sich um Porz handelt, wo der Musiker wohnhaft ist.
In seinem Beitrag veröffentlichte Stoklosa auch ein Bild, das Stadtmitarbeiter bei ihrer Arbeit am Rhein zeigt. Besonders ärgert ihn nicht das Hochwasser selbst, sondern die damit verbundene Bürokratie. Er bemerkt, dass der Uferweg schnell von der AWB freigeräumt wurde, während für die Böschung ein anderes Amt zuständig sei. „Für jedes Stück Holz ein anderes Amt“, kommentiert er sarkastisch und fügt hinzu: „Herrlich. Bürokratie halt.“
Stoklosa äußerte zudem seine Neugier darauf, welche Maßnahmen als Nächstes ergriffen werden, um den Müll zu beseitigen, und lässt offen, ob er auf eine Antwort hofft.
Erry Stoklosa war über 50 Jahre lang Teil der Bläck Fööss. Er begann seine Karriere in der Vorläuferband Stowaways und gewann 1968 beim Beatfestival in den Sartory-Sälen den ersten Preis. Als die Band 1970 unter dem Namen „De Bläck Fööss“ kölsche Musik veröffentlichte, war Stoklosa von Anfang an dabei und wirkte an der ersten Single mit. Über mehr als fünf Jahrzehnte prägte er die Band als vielseitiger Musiker, sowohl als Sänger als auch an Gitarre, Percussion und Mundharmonika. Bei einem Silvesterkonzert in der Lanxess-Arena verabschiedete sich Stoklosa 2022/2023 gemeinsam mit Mitgründer Günther „Bömmel“ Lückerath von der Bühne. In der Zwischenzeit gab es auch andere interessante Geschichten im Sport, wie zum Beispiel die von einem Barca-Fan, der 580 Kilometer ins falsche Stadion fuhr, oder die Kritik an Nsoki nach der Niederlage von Union Berlin gegen Bayern.
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