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Kölner Uniklinik führt neues Screening zur Früherkennung von Lungenkrebs ein

Die Uniklinik Köln startet am 1. April ein Lungenkrebs-Screening für Menschen im Alter von 50 bis 75 Jahren mit hohem Risiko, das von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird. Die Untersuchung erfolgt mittels Niedrigdosis-Computertomographie, um Krebs frühzeitig zu erkennen und die Überlebe…

Kölner Uniklinik führt neues Screening zur Früherkennung von Lungenkrebs ein
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Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für ein neues Verfahren zur frühzeitigen Erkennung von Lungenkrebs. Die Uniklinik Köln hat sich bereits auf die Durchführung dieser Untersuchungen vorbereitet.

Lungenkrebs wird häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, was die Behandlungsmöglichkeiten stark einschränkt. Um dies zu ändern, startet die Uniklinik Köln am 1. April ein Screening-Programm, das sich an besonders gefährdete Personen richtet und von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird. Diese Entwicklung ist besonders relevant, da Kliniken in finanzieller Notlage zunehmend auf Unterstützung angewiesen sind.

Die Situation ist alarmierend: Über 80 Prozent der Betroffenen kommen erst in einem Stadium zur Behandlung, in dem nur noch palliative Maßnahmen möglich sind. Dies bedeutet, dass eine Heilung in der Regel nicht mehr in Betracht gezogen werden kann.

Wer kann am Lungenscreening teilnehmen?

Das Screening richtet sich an Personen im Alter von 50 bis 75 Jahren, die ein hohes Risiko aufweisen. Dazu zählen Menschen, die mindestens 25 Jahre lang geraucht haben und mindestens 15 Packungsjahre aufweisen. Ein Packungsjahr wird definiert als der Konsum von einer Packung Zigaretten pro Tag über ein Jahr.

Personen, die diese Kriterien erfüllen, können einmal jährlich zur Untersuchung gehen, sofern ein Arzt die Eignung bestätigt. Diese Regelung könnte auch Auswirkungen auf die Beitragsstruktur der Krankenkassen haben, da mehr Menschen in Risikogruppen getestet werden.

Technologie der Niedrigdosis-Computertomographie

Die Untersuchung erfolgt mittels einer Niedrigdosis-Computertomographie (LDCT). Diese Methode erfordert kein Kontrastmittel und die Untersuchung selbst dauert nur wenige Minuten, wobei die Strahlenbelastung vergleichsweise gering ist.

Die Technik gilt als besonders präzise, um frühzeitig kleine Veränderungen in der Lunge zu erkennen, was entscheidend ist, da Krebs in frühen Stadien besser behandelbar ist.

Ein umfassendes Netzwerk zur Unterstützung

Die Uniklinik hebt hervor, dass das Screening nicht nur die Untersuchung umfasst. Es steht ein Netzwerk aus verschiedenen Fachbereichen zur Verfügung, darunter Radiologie, Thoraxchirurgie und Onkologie, um auffällige Befunde schnell und strukturiert abzuklären.

Herausforderungen bei der Umsetzung des Screenings

Die Einführung des Screenings ist das Ergebnis internationaler Studien, die belegen, dass solche Programme die Sterblichkeit in Risikogruppen signifikant senken können, sofern sie ordnungsgemäß umgesetzt werden. Ein Beispiel für eine erfolgreiche Aufklärung ist der Fall, in dem das FBI einen deutschen 400.000-Euro Kriminalfall löste.

Eine Herausforderung besteht darin, dass zu viele Untersuchungen auch zu Überdiagnosen führen können. Um dies zu vermeiden, setzt die Uniklinik Köln auf standardisierte Verfahren und doppelte Befundung, um Fehlalarme zu minimieren.

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