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Kritik an Mindestpreisen für Mietwagen in Köln durch Bolt-Deutschland-Chef

Bolt-Chef Christoph Hahn kritisiert die geplanten Mindestpreise für Mietwagen in Köln, die ab Juni gelten sollen, und befürchtet bis zu 50 Prozent höhere Fahrtkosten sowie Insolvenzrisiken für Mietwagenunternehmen. Er fordert einen Austausch mit der Stadtverwaltung, um Lösungen zu finden.

Kritik an Mindestpreisen für Mietwagen in Köln durch Bolt-Deutschland-Chef
Depositphotos

Der Fahrtenvermittler Bolt hat die von der Stadt Köln geplanten Mindestpreise für Mietwagen scharf kritisiert. Christoph Hahn, der Deutschland-Chef von Bolt, äußerte sich in einem Gespräch mit einer Kölner Lokalredaktion und bezeichnete die Datengrundlage für die Allgemeinverfügung als „abenteuerlich“. Diese basiere auf einer dreimal täglichen Stichprobe über einen Zeitraum von sechs Wochen.

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Hahn ist der Ansicht, dass Mindestpreise nicht die geeignete Lösung zur Bekämpfung bestehender Probleme in der Branche darstellen. Er verwies darauf, dass die Rückmeldungen aus der Bevölkerung überwiegend negativ seien. Die neuen Mindestpreise für Mietwagen sollen parallel zu einem neuen Taxitarif am 1. Juni in Kraft treten.

Die Kölner Stadtverwaltung hatte Anfang März angekündigt, die Preise für Mietwagen anpassen zu wollen. Diese Regelung betrifft insbesondere Fahrer, die ihre Dienste über Plattformen wie Bolt oder Uber anbieten. Künftig müssen die Fahrpreise mindestens 80 Prozent des Taxitarifs betragen, um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten.

Uber, ein Konkurrent von Bolt, rechnet mit einer Preiserhöhung von bis zu 50 Prozent. Auch Hahn erwartet gravierende Folgen für die Mietwagenunternehmen und äußerte die Befürchtung, dass einige Flotten Insolvenz anmelden könnten. Dies wäre sowohl für die Branche als auch für die Kunden nachteilig.

Hahn wies darauf hin, dass die Preise bei Bolt bereits Schwankungen unterliegen. In Zeiten hoher Nachfrage könne Bolt günstiger sein als die Taxitarife, während in anderen Zeiträumen die Preise nahe an den Taxitarifen liegen könnten. Dies ist besonders relevant, wenn man die aktuellen Spritpreise betrachtet.

Die Ankündigung der Mindestpreise kam für Bolt überraschend, da die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung in der Vergangenheit gut funktioniert hatte. Nach der Bekanntgabe suchte das Unternehmen den Dialog mit der Politik und der Stadtverwaltung, um Lösungen zu finden.

Hahn betonte die Wichtigkeit eines Runden Tisches, um einen Austausch zwischen allen Beteiligten zu ermöglichen. Er hätte sich gewünscht, dass dieser Austausch bereits vor der Ankündigung der Allgemeinverfügung stattgefunden hätte, um ergebnisoffen über mögliche Lösungen zu diskutieren.

Der Deutschland-Chef von Bolt stellte klar, dass es nicht darum gehe, die verschiedenen Akteure im Bereich Fahrtenvermittlung, Mietwagen und Taxifahrer gegeneinander auszuspielen. Er begrüßte die Flexibilität, die der neue Taxitarif den Unternehmen bei der Preisgestaltung bietet, da dies dazu beitragen könne, das Taxigeschäft zu beleben. In Anbetracht der aktuellen Situation könnte der Sprit-Schock viele Autofahrer ins Ausland treiben.

Zusätzlich wird berichtet, dass die Kölner Mietwagenflotten rechtliche Schritte in Erwägung ziehen, falls im Rahmen der Gespräche zwischen Stadt, Fahrtenvermittlern und der Taxibranche keine zielführende Lösung gefunden wird. Obwohl Bolt selbst keine eigenen Flotten betreibt, äußerte Hahn, dass es bedauerlich sei, wenn solche Streitigkeiten vor Gericht landen. Er hofft, dies durch den Runden Tisch vermeiden zu können, behält sich jedoch rechtliche Schritte vor.

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Bildquelle: Depositphotos

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