Der Auftritt von Collien Fernandes in der Sendung „Kölner Treff“ wird nun aus einer anderen Perspektive betrachtet. WDR-Moderator Micky Beisenherz äußert sich selbstkritisch zu den Ereignissen des Abends.
Fernandes sprach in der Sendung über ihre Erfahrungen mit Fake-Profilen, gefälschten Nacktvideos und angeblichen Sexaufnahmen, die in ihrem Namen verbreitet wurden. Diese Aussagen sorgten für eine spürbare Stille im Publikum. Beisenherz ist von den Entwicklungen, die nach der Sendung in den Medien thematisiert wurden, stark betroffen.
Bereits in der Sendung hatte Fernandes angedeutet, dass die Person hinter dem Identitätsdiebstahl ihr „bekannt und nahestehend“ sei, nannte jedoch keinen Namen. Auf eine direkte Nachfrage von Mitgast Rebecca Mir, ob sie wisse, wer dafür verantwortlich sei, zögerte sie und nickte schließlich. Auf die Frage, ob sie rechtliche Schritte eingeleitet habe, antwortete sie, dass dies ein „schwieriges Thema“ sei. Später wurde bekannt, dass sie ihren Ex-Mann Christian Ulmen verdächtigt.
In seinem Podcast „Apokalypse und Filterkaffee“ reflektierte Beisenherz über den Abend und gesteht, dass er sich von der Redaktion zurecht vorwerfen lassen musste, sich zu lange mit persönlichen Themen beschäftigt zu haben. Er bedauert, dass das Thema Deepfake, das ein zentraler Grund für Fernandes‘ Einladung war, dadurch zu kurz kam.
Beisenherz gab zu, dass er an diesem Abend noch nicht die volle Tragweite der Situation erfasst hatte und wünschte allen Beteiligten „irgendeine Form von Heilung, sofern das möglich ist“.
Er äußerte zudem, dass es ihm leid tue, was Fernandes durchmachen musste. In seiner Podcast-Folge sprach er von „Vertrauensmissbrauch“ und „Machtausübung“ sowie von der „Selbstaufwertung durch die Degradierung anderer“. Er betonte, dass solche Vorfälle kein Einzelfall seien, sondern ein strukturelles Problem darstellen.
In Bezug auf Christian Ulmen bestätigte ein Bezirksgericht in Palma de Mallorca, dass Vorermittlungen zu den Vorwürfen gegen ihn eingeleitet wurden. Ulmen genießt die Unschuldsvermutung. Auf eine Anfrage reagierte er bisher nicht direkt, sondern ließ über seinen Anwalt mitteilen, dass die Berichterstattung aus mehreren Gründen als „rechtswidrig“ angesehen werde. Laura Müller: „War so gewollt?“ – Wendler-Frau nach Beauty-OP verhöhnt
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Bildquelle: Von © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=156141523