Der Kölner Nachrichtensender ntv hat angekündigt, die Sendung „Telebörse“ abzusetzen, die seit 1994 täglich über das Börsengeschehen informierte. Ab Mai wird die wirtschaftsjournalistische Berichterstattung unter der neuen Marke „ntv Wirtschaft“ zusammengefasst. Damit endet eine mehr als dreißigjährige Tradition, in der die „Telebörse“ als eine der ersten Börsensendungen im deutschen Fernsehen gilt.
Die Sendung startete 1994 und wurde mit bis zu 22 Ausgaben pro Tag ausgestrahlt. Insgesamt summierten sich die Ausstrahlungen auf mehr als 16.250 Stunden, was etwa einem Jahr, zehn Monaten und acht Tagen ununterbrochener Berichterstattung entspricht. ntv bezeichnete die „Telebörse“ selbst als die „Mutter aller Börsensendungen“.
In den letzten Jahren erzielte die „Telebörse“ Marktanteile von bis zu 7,9 Prozent beim Gesamtpublikum und 11,1 Prozent bei den 14- bis 59-Jährigen. Susanne Althoff, stellvertretende Chefredakteurin und Leiterin Wirtschaft bei ntv, betonte die Bedeutung der Sendung für die deutsche Wirtschaftsberichterstattung und hob hervor, dass sie für Verlässlichkeit und Expertise stehe. Besonders in Krisenzeiten, wie sie auch im Fußball zu beobachten sind, wird die Analyse von Experten immer wichtiger, wie beispielsweise die Kritik an Spielern nach Niederlagen, wie im Fall von Union Berlin.
Mit der Einführung von „ntv Wirtschaft“ soll die erfolgreiche Tradition fortgeführt werden. Althoff erklärte, dass das neue Format inhaltlich breiter, visuell moderner und crossmedial gestaltet werde, um näher an den Themen zu sein, die die Zuschauer bewegen.
Quellen: Ströer Digital Publishing, Dwdl, Filmstarts, N-tv
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