Die Gamescom in Köln erreicht in diesem Jahr einen bedeutenden Meilenstein, da sie zum ersten Mal in ihrer Geschichte vollständig ausgebucht ist. Die weltgrößte Messe für Computer- und Videospiele hat eine nie dagewesene Nachfrage nach Messeständen verzeichnet, sodass Unternehmen, die kurzfristig einen Stand anmieten möchten, keine Möglichkeit mehr haben.
Nach Angaben der Organisatoren ist das Interesse der Branche so hoch wie nie zuvor. In den vergangenen Jahren waren kurz vor Beginn der Veranstaltung noch einzelne Standflächen verfügbar, doch in diesem Jahr sind alle Ausstellerflächen vergeben.
Tim Endres, Direktor der Gamescom von der Koelnmesse, äußerte, dass immer mehr Unternehmen an der Messe teilnehmen möchten, um ihre Zielgruppen direkt zu erreichen. Die gesamte Brutto-Ausstellungsfläche des Kölner Messegeländes bleibt mit 233.000 Quadratmetern unverändert, umfasst jedoch auch Gänge und Freiflächen. Die tatsächlich belegte Fläche mit Messeständen ist in diesem Jahr größer als in den Vorjahren, ohne dass eine genaue Zahl genannt wurde.
Die Anzahl der Unternehmen, die 2026 an der Gamescom teilnehmen werden, ist bislang nicht bekannt. Im Vorjahr waren 1.568 Aussteller in Köln vertreten. Zu den bereits angekündigten Firmen zählen unter anderem Nintendo, Microsoft Xbox, Tencent Games und Ubisoft, die neue Spiele und Entwicklungen sowohl Fachbesuchern als auch Hunderttausenden von Fans präsentieren werden.
Im Jahr 2025 besuchten rund 357.000 Menschen die Gamescom, was einen Anstieg von etwa 22.000 im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Der bisherige Besucherrekord stammt aus dem Jahr 2019, als 373.000 Personen die Messe besuchten. Die Veranstalter streben jedoch nicht unbedingt einen neuen Höchstwert an, da zu viele Besucher die Aufenthaltsqualität beeinträchtigen könnten, wie Felix Falk, Geschäftsführer des Branchenverbands Game, anmerkt.
Die Gamescom wird gemeinsam von der Koelnmesse und dem Verband Game organisiert und findet vom 26. bis 30. August in Köln statt. Das diesjährige Leitthema lautet „Games machen Lust auf Zukunft“. Im Fokus stehen nicht nur neue Spiele, sondern auch Unternehmensgründungen, technische Innovationen und neue Formen der Zusammenarbeit.
Die Branche hat in den letzten Jahren schwierige Zeiten durchlebt, blickt jedoch optimistisch in die Zukunft. Nach einem starken Wachstum während der Corona-Pandemie erlebte der Markt zeitweise einen Rückgang, was dazu führte, dass zahlreiche kleinere Unternehmen schließen mussten. Dennoch gilt der Games-Markt weiterhin als Wachstumsbranche, da in Deutschland rund 37,5 Millionen Menschen zumindest gelegentlich auf Smartphones, Computern, Tablets oder Konsolen spielen.
Quellen: t-online, kicker, FAZ
Bildquelle: KI generiert